Grüner Spargel im Tempuramantel mit Ingwer-Limetten-Dip

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Grüner Spargel im Tempuramantel mit Ingwer-Limetten-Dip I

Spargeln. Wer gerne saisonal kocht, kommt im Frühling einfach nicht um ihn herum. Ob grün oder weiss, Spargeln haben einen sehr eigenen, leicht herben Geschmack, der nicht ganz einfach einzuschätzen ist. Ob im Risotto, als Beilage oder roh im Salat, Spargeln geben jedem Gericht, eine ganz spezielle Note.

Grüner Spargel im Tempuramantel mit Ingwer-Limetten-Dip II

Auch mich hat der Spargel schon öfters in letzter Zeit im Supermarkt angelächelt. Nachdem ich ihn schon auf verschiedenste Art und Weise zubereitet habe, ist diese hier meine Lieblingsvariante. Tempura kommt aus der japanischen Küche und steht für eine Zubereitungsart hauptsächlich von Meeresfrüchte und Gemüse. Dabei werden diese durch einen Teig aus Mehl, Backpulver, Ei und Wasser gezogen und sogleich goldbraun frittiert. Das Resultat ist ein knuspriger und zugleich leichter Mantel, der das Gemüse oder die Garnele umhüllt.

Tempura serviert man üblicherweise mit einem leckeren Dip, der den knusprigen Mantel so richtig vollsaugt. Den Dip den ich mir hier ausgesucht habe ist sicher kein japanischer Klassiker, doch passt er mit seiner frischen Ingwer-Note perfekt zum Spargel.

Rezept zum Snack für 4-6 Personen

Ingwer-Limetten-Dip
 
Grüner Spargel im Tempuramantel mit Ingwer-Limetten-Dip III
 
Dauer: 10 Minuten
 
    • 1 Knoblauchzehe
    • 1 kleine rote Chilischote
    • 1½ EL brauner Zucker
    • 2 EL vietnamesische Fischsauce
    • 4 EL Wasser
    • Saft von 2 Limetten
    • 2cm frischer Ingwer
    • ½ Kaffirlimettenblatt

Die Knoblauchzehe und die Chilischote fein hacken und zusammen in einem Mörser zu einer feinen Paste zerstampfen. Den Zucker beigeben und solange weiter stampfen, bis er sich durch das Chili rot färbt. Die Fischsauce, das Wasser und den Limettensaft hinzugeben. Alles gut miteinander mischen. Den Ingwer schälen (siehe Tipp hier) und ebenfalls sehr fein hacken. In den Dip geben. Zum Schluss noch das Kaffirlimettenblatt in feine Julienne schneiden. Den Dip in eine kleine Schüssel giessen und mit dem Kaffirlimettenstreifen garnieren.

Neben Tempura passt dieser Dip auch wunderbar zu gegrilltem Fisch, Muscheln oder Hühnchen. Im Kühlschrank hält er sich für wenige Tage.

Spargeltempura
 
Dauer: 20 Minuten
 
    • 1 Bund grüne Spargel
    • 250g Weissmehl
    • 5g Backpulver
    • 1 Eigelb
    • 200ml Eiswasser
    • 1 EL Olivenöl
    • 1L Sonnenblumenöl zum Frittieren

Die Spargeln in heissem Wasser für ca. 3 Minuten blanchieren. Anschliessen in eiskalten Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Für den Tempurateig das Mehl mit dem Backpulver vermischen. Das Eigelb mit dem Eiswasser verquirlen. Langsam die Mehlmischung beigeben. Leicht schlagen, der Teig darf am Schluss auch ruhig noch ein paar Klümpchen enthalten. Zum Schluss noch den Esslöffel Olivenöl unterheben.

In einer Pfanne oder falls vorhanden in einer Fritteuse das Öl erhitzen. Die Spargeln einzeln durch den Tempurateig ziehen und gleich anschliessend ins heisse Öl geben. Für ca. 1 Minute ausbacken lassen. Anschliessend auf einem Küchentuch kurz abtropfen lassen. Sofort warm, zusammen mit dem Ingwer-Limetten-Dip servieren.

- Laura -

Ananas-Safran-Crumble

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Ananas-Safran-Crumble I

Der Sommer steht schon bald vor der Tür und der eine oder andere träumt schon von Ferien am Strand, mit viel Sonne und Meer. Valerio und ich gehören dieses Jahr aber nicht zu diesen. Nein, wir haben diesen Sommer etwas ganz anderes vor: wir ziehen zusammen. So verbringen wir die sonnigen Tage mehr in Möbelhäusern, beim zusammenbasteln der gekauften Möbeln und mit diskutieren über die passende Dekoration. Eine aufregende Zeit.

Trotzdem, irgendwie schlägt die Aussicht auf keine Abenteuer in der Ferne doch ein wenig aufs Gemüt. Darum habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, ein Dessert zu kreieren, dass uns doch etwas schwelgen lässt. Und was erinnert mehr an sommerliche Abende am Strand und das Rauschen des Meeres als die tropische Frucht Ananas.

Ananas sind auf der einen Seite süss, auf der anderen Seite bringen sie auch etwas Säure mit. Die perfekte Grundlage also für einen saftigen Früchtecrumble. Um dem Ganzen das gewisse Etwas zu verleihen, habe ich die Ananas mit Safran veredelt. Veredelt im wahrsten Sinne des Wortes, Safran ist ja bekanntlich das teuerste Gewürz der Welt (um ein Kilogramm Safran zu gewinnen braucht es ungefähr 140‘000 Krokusblüten). Für ein tolles Geschmackserlebnis reicht aber schon eine kleine Prise davon.

Ananas-Safran-Crumble II

Rezept für 4 Personen

Dauer: 40 Minuten
 
    • 1 Ananas
    • 2 EL Zitronensaft
    • die Schale von 1 Bio Zitrone
    • 2 EL Ahornsirup
    • 1 Prise Safran
    • 150g Haferflocken
    • 50g Vollkornmehl
    • 75g Rohrzucker
    • 75g Butter + mehr zum Einfetten der Form
    • 1 Prise Salz

Die Schale und der harte Kern der Ananas entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. In einer grossen Pfanne bei mittlerer Hitze die Ananasstücke zusammen mit dem Zitronensaft, der Zitronenschale, dem Ahornsirup und dem Safran einköcheln lassen.

Den Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Für den Crumbleteig alle restlichen Zutaten in einer kleinen Schüssel vermengen. Entweder mehrere kleine oder eine grosse feuerfeste Backform mit etwas Butter einfetten. Zuerst die Ananasstücke hineingeben und anschliessend mit dem Crumbleteig zudecken. Leicht andrücken. Im Ofen für ca. 18-20 Minuten backen lassen. Aus dem Ofen nehmen und direkt warm servieren.

Ananas-Safran-Crumble III

Tipp Laura: Wer dem Ganzen noch etwas mehr Tropenstimmung untermischen möchte, ersetzt einfach 20-30g der Haferflocken mit Kokosnussraspeln.

Tipp Valerio: Je nach Reifegrad der Ananas unterscheidet sich dessen Säure- und Zuckergehalt. Darum umbedingt vor dem Kochen die Ananas probieren und die Menge Ahornsirup und Zitronensaft dementsprechend anpassen.

  • - Laura -

Artischocken mit Aioli & einem Zitronen-Oregano Dip

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Artischocken mit Aioli & einem Zitronen-Oregano Dip I

Artischocken sehen für ein Gemüse ziemlich komisch aus. Und wer sie schon mal in der Natur blühen sehen hat, fragt sich ohnehin wie so eine stachelige, violette Blüte essbar sein soll. Nicht erstaunlich, dass sie zu den Blütengemüsen gehört – genauso wie Blumenkohl, Brokkoli und die Zucchiniblüte. Die ursprünglich aus der Mittelmeerregion kommende Pflanze, werden vor allem in der französischen und italienischen Küche auf verschiedenste Art und Weisen verwendet.

Ich persönlich kannte bis anhin Artischocken nur in Pasta- und Risottogerichten, als Herzen auf der Pizza oder im Cynar, einem Artischocken-Kräuter-Likör. Doch vor einiger Zeit machte ich auf Besuch eine neue, so simpel wie köstliche, kulinarische Erfahrung: eine ganze Artischocke auf meinem Teller hatte ich so noch nie. Anfangs noch sehr skeptisch zupfte ich jedes einzelne Blatt ab. Eingetunkt in der Sauce, zog ich das essbare vom Blatt ab und genoss, das erste Mal auf diese Art, den feinherbe Geschmack der Artischocke. Blatt um Blatt bis ich fast nicht mehr aufhören konnte.

Ich war so begeistert von der Einfachheit des Gerichtes und den Geschmäcker, dass ich es umbedingt mal selber kochen wollte. Nun war es endlich so weit!

Rezept für 4 Personen als Vorspeise oder Beilage

inspiriert von: Sprouted Kitchen
 
Dauer: ca. 1 Stunde
 
Aioli
 
    • 2 Ei
    • 2 Knoblauchzehen
    • 1 Löffelchen Salz
    • 160ml Öl
    • 1 Prise Cayennepfeffer
    • 3 Löffelchen frischer Zitronensaft
    • 2 Löffelchen Dijonsenf
    • 1 Prise Pfeffer

Für das Aioli müssen alle Zutaten zimmerwarm sein. Das Eigelb der 2 Eier, die gepressten Knoblauchzehen, Salz und 2 Löffelchen Wasser mit einem Schneebesen mischen bis die Mischung schaumig wird. Nun das Öl sehr sachte – am Anfang nur tropfweise – dazugeben, sodass sich die Sauce verdickt. Den Cayennepfeffer, der Zitronensaft, Dijonsenf und die Prise Pfeffer daruntermischen. Wegen dem Eigelb sollte das Aioli so schnell wie möglich verbraucht werden. Im Kühlschrank maximal 1-2 Tage haltbar.

Zitronen-Oregano-Dip
 
    • 1 Zitrone
    • 200g Crème fraîche
    • 1 Prise Salz
    • 1 Prise Pfeffer
    • 1 Knoblauchzehen
    • 3-4 Stiele Oregano

Für den Zitronen-Oregano-Dip die Schale der Zitrone abreiben und den Saft ausdrücken. Zusammen mit der Crème fraîche, dem Salz und dem Pfeffer verrühren. Der Knoblauchzehen zerdrücken, den Thymian fein hacken und beides dem Dip unterrühren. Im Kühlschrank ist der Dip gut 2-3 Tage haltbar.

Artischocken mit Aioli & einem Zitronen-Oregano Dip II

Artischocken
 
    • 4 Artischocken
    • 1l Gemüsefond
    • 1 Zitrone
    • 3 Stiele Rosmarin
    • 2 Stiele Thymian

Um die Artischocken vorzubereiten, das meiste des Stiels abschneiden und die äussersten Blätter zurückschneiden.

In einer sehr grossen Pfanne den Gemüsefond zum köcheln bringen. Der Saft der halben Zitrone ausdrücken und in die Brühe leeren. Die gewählten Kräuter grosszügig dazugeben. Die Artischocken mit dem Stiel nach oben in die Brühe geben, einen Deckel darauf tun und für ca. 30 min köcheln lassen, bis die Blätter einfach vom Stiel abgezogen werden können. Die Zeit hängt sehr davon ab wie gross die Artischocken sind. Sobald die Artischocken durch sind, aus dem Wasser nehmen und mit den Saucen servieren.

Die Artischockenblätter einzeln abnehmen und mit dem fleischigen Ende in die gewählte Sauce tunken. Diesen Teil des Blattes dann abknabbern. Die innersten Blätter, das sogenannte Heu, können nicht verspiesen werden. Doch im innersten liegt das Herz der Artischocken, welches für Viele das beste der Artischocke ist. So geniesst noch das letzte Stück.

Artischocken mit Aioli & einem Zitronen-Oregano Dip III

Tipp Laura: Beide Dips enthalten sehr viel roher Knoblauch. Um Mundgeruch am nächsten Tag zu vermeiden, empfehle ich nach dem Essen, etwas rohe Fenchelsamen zu essen.

Tipp Valerio: Die Dips können sehr gut in der Zeit zusammengestellt werden, in welcher die Artischocken im Wasser köcheln.

- Valerio -

Zitrussalat mit rosa Pfeffer

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Zitrussalat mit rosa Pfeffer I

Es ist tatsächlich soweit: die Grillsaison ist eröffnet. Was für glückliches Ereignis! Die plötzlich sehr hohen Temperaturen der vergangen Woche haben es uns erlaubt den Grill aus seinem Winterschlaf zu wecken. Nach dem langen und kalten Winter ein Freudenfest.

Aus kulinarischer Sicht gibt es keine schönere Art und Weise die Eröffnung der Grillsaison zu feiern als mit einem frischen Salat aus Zitrusfrüchten. Die süss-sauren Früchte passen wunderbar zu einem deftigen Stück Fleisch, einem kühlen Bier und der langsam untergehenden Sonne, die einem noch leicht im Gesicht kitzelt. Glaubt mir, mit dieser Kombination fühlt man sich direkt im Sommer angekommen.

Der eigentlich Star dieses Gerichts ist meiner Meinung nach der rosa Pfeffer. Rosa Pfeffer ist technisch gesehen eigentlich gar kein Pfeffer, sondern die Frucht des brasilianischen Pfefferbaumes. So unterscheidet er sich auch stark vom schwarzen Pfeffer: er ist nicht scharf, eher süsslich und erinnert leicht an Wacholder. So passt er wunderbar zu den verschiedenen Zitrusfrüchten.

Rezept für 1 Salat für 3-4 Personen

Dauer: 15 Minuten
 
    • 4-5 Stück verschiedenste Zitrusfrüchte (z.B. Grapefruit, Orangen)
    • 1 kleine rote Zwiebel
    • 1 Zweig Minze
    • 1 EL rosa Pfeffer
    • abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
Dressing
 
    • 3-4 EL aufgefangener Saft der Zitrusfrüchte
    • 1 EL Olivenöl
    • 2 Löffelchen Honig
    • Salz

Zitrussalat mit rosa Pfeffer II

Die Schale der Zitrusfrüchte mit einem scharfen Messer entfernen und die Früchte in Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und ebenfalls in Scheiben schneiden, die einzelnen Ringe heraustrennen. Die Zitrusfrüchte und die Zwiebelringe auf einem Teller anrichten. Mit der Minze und dem zerstossenen rosa Pfeffer bestreuen.

Für das Dressing alle Zutaten zusammenmischen und abschmecken. Tropfenweise über die Zitrusfrüchte geben. Zum Schluss noch die Schale einer Bio-Zitrone über den Salat raspeln. Zu etwas Fleisch oder Gemüse vom Grill servieren.

Tipp Laura:  Da die Früchte selbst immer noch sehr viel Saft enthalten können, das Dressing sehr sparsam auftragen.

- Laura -

Kochbuch „Gewürze“ – Kardamom konfierter Zander mit Grüntee und Pistazien Couscous

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Von Tanja Grandits
 
Kochbuch „Gewürze“ - Kardamom konfierter Zander mit Grüntee und Pistazien Couscous I
 
 

Zugegeben auf den ersten Blick wirkt der Buchumschlag von Tanja Grandits neuen Kochbuch eher wie ein Gartenbuch. Nichts erinnert an die bunten und anziehenden Umschläge der vergangenen Büchern. Aus diesem Grund habe ich es im Laden auch beinahe übersehen. Umso grösser war aber die Freude als ich die erste Seite aufgeschlagen und mich sofort in Tanjas Welt wiedergefunden habe.

Seit ihrem ersten Erfolg „Aromaküche“ ist es kein Geheimnis mehr, dass Frau Grandits weiss, wie sie ihre Gewürze einsetzten kann. Immer wieder überrascht sie mit neuen spannenden Kombinationen und gewagten Zusammenstellungen. So darf sich jedermann auf ein interessantes Erlebnis freuen, der bei ihr im „Stucki“ in Basel einkehrt.

Nun ist also ein weiteres Buch der Köchin erschienen, welches seinen Vorgängern in Nichts nachsteht. Wie der Name schon verrät, stehen auch hier die Gewürze im Vordergrund. In den ersten 80 Seiten wird jedes von ihnen einzeln vorgestellt und in den darauffolgenden Seiten dann in originellen Rezepten verarbeitet.

Ich bin schon seit längerem ein Fan von Tanja Grandits. Meiner Meinung nach schafft sie es, die Spitzenküche uns Normalsterblichen etwas näher zu bringen. Auf den ersten Blick sehen ihre Rezepte aufwendig und schwierig aus, schnell merkt man jedoch wie einfach sich jede einzelne Komponente herstellen lässt. So muss man von Blaubeersenf, Selleriemarmelade oder der Cassis-Zwiebel-Creme nicht abschrecken. Perfekt also, wenn man Besuch erwartet und diesen so richtig beeindrucken will.

Kardamom konfierter Zander mit Grüntee und Pistazien Couscous

Kochbuch „Gewürze“ - Kardamom konfierter Zander mit Grüntee und Pistazien Couscous II

Dieses Rezept stach mir gleich beim ersten Durchblättern in die Augen. Mich aber nur auf ein einzelnes Rezept zu konzentrieren fiel mir eher schwer. Zu gross ist die Auswahl. Die Wahl fiel schliesslich doch noch auf dieses Rezept, da das Couscous vieler meiner Lieblingszutaten vereint, wir bisher noch nie ein Fischrezept vorgestellt haben und weil das Gericht leicht und frisch ist und somit wunderbar in den Frühling passt.

Laut Tanja Grandits sind die Mengenangaben für 4 Personen gedacht. Meiner Meinung nach reicht dies als Vorspeise, aber nicht als Hauptmahlzeit. Wer das Gericht als Hauptmahlzeit geniessen will, soll daher die Zutaten für das Couscous verdoppeln. Falls etwas übrig bleiben sollte, umso besser. Auch ein Tag später scheint das Couscous noch in voller Grösse.

Rezept für 4 Personen als Vorspeise

Dauer: ca. 40 Minuten 
 
Pistazien-Couscous
 
    • 160ml Gemüsefond
    • 150g Couscous
    • 1 kleine Zwiebel
    • 1 EL + 70ml Olivenöl
    • Salz
    • 2 Prisen Kreuzkümmel
    • 20g Petersilie
    • 20g Koriandergrün
    • 50g Pistazien
    • 3 kleine Frühlingszwiebeln
    • 1 grüne Chilischote
    • 30g Ruccola
    • 1 Limette, Saft und abgeriebene Schale
Zander
 
    • 6 Zanderfilets (à 60g, ohne Haut und Gräte)
    • ½ Löffelchen gemahlener Kardamom
    • 1 EL grüner Tee
    • die abgeriebene Schale von 1 Limette
    • 4 EL Olivenöl
    • Salz

Für den Pistazien-Couscous den Gemüsefond aufkochen und über den Couscous geben. 10 Minuten lang quellen lassen. Währenddessen die Zwiebeln in dünne Ringe schneiden und in einer kleinen Pfanne mit 1 Esslöffel Olivenöl goldbraun anschwitzen und mit etwas Salz und dem Kreuzkümmel würzen. Kurz abkühlen lassen. Die Petersilie und das Koriandergrün fein hacken und zusammen mit den 70ml Olivenöl in einem Stabmixer mixen und gleich zum Couscous geben. Mit einer Gabel vermischen und auflockern. Die Pistazien anrösten und grob hacken, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, die Chilischote entkernen und ebenfalls fein schneiden und den Ruccola fein hacken. Zusammen mit dem Limettensaft und der Limettenschale unter das Couscous heben. Zum Schluss auch noch die angebratenen Zwiebelringe unters Couscous heben. Auf die Seite stellen.

Den Ofen auf 85°C (Umluft) vorheizen. Die Zanderfilets in eine Auflaufform geben, mit dem Kardamom, dem grünen Tee und der Limettenschale würzen. Das Olivenöl darübergeben und mit Alufolie abdecken. Bei 85°C 12 Minuten im Ofen garen. Aus dem Ofen nehmen und mit etwas Salz (vorzugsweise Fleur de Sel) würzen. Den Pistazien-Couscous auf die Teller geben, das Zanderfilet darauf anrichten.

Kochbuch „Gewürze“ - Kardamom konfierter Zander mit Grüntee und Pistazien Couscous III

Tipp Laura: Im Buch findet man neben dem Couscous und dem Fisch noch eine Avocadocreme im Rezept. Leider musste ich dieses weglassen, da ich im Supermarkt keine reifen Avocados finden konnte. Auch ohne hat das Gericht aber vorzüglich geschmeckt.

Das Buch ist unter Anderem bei Amazon und bei Book.ch bestellbar.

- Laura -

Zwiebel-Kartoffel-Tarte mit Bärlauchöl

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Zwiebel-Kartoffel-Tarte mit Bärlauchöl I

Während ich hier sitze und dies schreibe, geht gerade die Sonne über Anzino unter. Anzino ist ein kleines, typisch italienisches Bergdörfchen mitten im Piemont. Hier oben, abseits von der Zivilisation, haben die Eltern von Valerio ein kleines, aber feines Häuschen. Hierhin kommen wir immer wieder gerne, wenn wir mal etwas Abstand von der Stadt, von den Menschen und vom Lärm haben wollen.

Auch diese Ostern hat es uns wieder nach Anzino verschlagen. Nach ein paar regnerischen Tagen im Schoss der Familie, verweilen Valerio und ich noch ein paar Tage länger hier. Zum Glück hat das Wetter mittlerweile auch umgeschlagen. Wir nutzen die Zeit an der Sonne um zu lesen, nachzudenken und vor allem zum zusammen sein. Natürlich lässt mich das Thema Essen auch hier oben nicht ganz los. Zum Glück habe ich eine ganz besondere Lektüre mitgenommen: das neue Kochbuch von Tanja Grandits. Darin finden sich 150 tolle Rezepte, die mich anregen und inspirieren. Eines davon möchte ich in leicht abgeänderter Form hier vorstellen. Nächste Woche folgt dann mehr zum Buch selber.

Kartoffeln und Zwiebeln sind immer eine gute Kombination. Das erdige der Kartoffeln passt wunderbar zur leichten Süsse der Zwiebeln. Da zur Zeit gerade Bärlauch Saison, habe ich mich dazu entschieden, die Tarte mit einem Bärlauchöl zu verfeinern. Natürlich lässt sich der Bärlauch mit anderen Kräutern und Gewürzen ersetzten, wie Basilikum oder Minze. Die Herstellung des Öles erfordert ein bisschen Planung, da es bereits am Vortag hergestellt werden sollte, damit der Bärlauch durchziehen kann. Dafür lässt sich das Öl anschliessend auch vielfältig einsetzen, zum Beispiel für Salate, Pasta oder Fleischgerichte.

Rezept für 2 Personen

inspiriert von Tanja Grandits neuem Kochbuch „Gewürze“ (mehr dazu nächste Woche)
 
Vorbereitung: 30 Minuten 
Ofen: 30 Minuten
 
Zwiebel-Kartoffel-Tarte mit Bärlauchöl II
 
Bärlauchöl (am Vortrag herstellen)
 
    • 100g Bärlauch
    • 60ml Olivenöl
    • 60ml Sonnenblumenöl

Für das Bärlauchöl die Bärlauchblätter in heissem Wasser blanchieren und anschliessend mit kaltem Wasser abschrecken. Mit einem Geschirrtuch kräftig ausdrücken. Die beiden Öle in einer kleinen Pfanne auf 60°C erwärmen und anschliessend mit den Bärlauchblätter in einem Mixer mixen. Über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag durch einen Kaffeefilter oder ein feines Sieb giessen. Gegebenenfalls den Bärlauch mit einem Löffel etwas andrücken um möglichst viel Öl zurückzugewinnen. In einem kleinen Glas gut verschlossen hält sich das Öl an einem dunklen Ort für mehrere Monate.

Zwiebel-Kartoffel-Tarte
 
    • 1 grosse Zwiebel
    • 400g festkochende Kartoffeln
    • 40g Butter
    • ½ Löffelchen gemahlener Koriander
    • 2 EL Olivenöl
    • 160g Gruyere
    • Salz
    • 3-4 Stück Radieschen
    • 1 Handvoll Sprossen
    • 50g Ziegenkäse

Für die Tarte die Zwiebel in feine Ringe schneiden und die Kartoffeln schälen und anschliessend mit einem Gemüsehobel in feine Scheiben hobeln. Den Butter in einer Bratpfanne erhitzen und den gemahlenen Koriander (siehe Tipp Valerio) hineingeben. Die Zwiebeln für ca. 5 Minuten andünsten und auf die Seite stellen.

Den Ofen auf 200°C (Umluft) vorheizen. Die Kartoffelscheiben mit dem Öl, dem Gruyere und dem Salz in einer Schüssel gut vermischen. Ein rundes Backblech oder eine runde feuerfeste Form mit etwas Backpapier auslegen bzw. mit etwas Butter einstreichen. Zuerst die Kartoffelmischung hineingeben und anschliessend die Zwiebeln darauflegen. Im Ofen für ca. 30-40 Minuten goldbraun backen.

Aus dem Ofen nehmen. Als Garnitur Radieschen fein hobeln und etwas Ziegenkäse zerbröseln. Zusammen mit den Sprossen auf der Tarte anrichten und sofort warm servieren.

Zwiebel-Kartoffel-Tarte mit Bärlauchöl III

Tipp Laura: Die Tarte selber ist sehr erdig und etwas schwer. Durch den Käse wird sehr viel Öl freigesetzt. Wem dies zu viel ist, soll es gerne vorsichtig etwas abschütten. Um dem ganzen eine frischere Note zu verleihen, habe ich beschlossen mit der Garnitur zu spielen. Dabei soll sich aber jeder selber an seinen Favoriten orientieren.

Tipp Valerio: Für ein intensiveres Geschmackserlebnis, die Koriandersamen selber mahlen. Dazu 2-3 EL Koriandersamen in einer kleinen Pfanne ohne Öl anrösten. Anschliessend in einem Mörser zu einem feinen Pulver zermahlen. Da für dieses Rezept aber nur ein halbes Löffelchen gebraucht wird, den Rest in einem kleinen Glas verschliessen und für spätere Zwecke aufbewahren.

- Laura -

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