Báhn mì mit Auberginen

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Báhn mì mit Auberginen I

Irgendwie schon verrückt: Dann hat man all diese tollen Sommerrezepte für Euch vorbereitet und dann regnet es die ganze Zeit und man sehnt sich mehr nach einer warmen Suppe oder einem deftigem Lammeintopf. Nun ja, das kann ich Euch heute leider nicht bieten, denn eigentlich möchte ich viel lieber über Báhn mì sprechen.

Báhn mì kommt aus dem Vietnam und bedeutet eigentlich nicht anderes als Brot. Dort wurde das erste Brot während der Kolonialisierung der Franzosen eingeführt und – wenn überrascht es – dies hauptsächlich in der Form von Baguette. Heutzutage wird vor allem in der westlichen Welt unter dem Begriff ein “vietnamesisches Sandwich” verstanden. Ein Sandwich gefüllt mit frischen Zutaten, mal mit Fleisch, mal nur mit Gemüse, etwas Aioli (ebenfalls ein Rückbleibsel der Franzosen) und vielen Kräutern. Tönt doch wunderbar und eigentlich perfekt für den Sommer…

Báhn mì mit Auberginen II

In meiner Version habe ich marinierte Auberginen verwendet, die in einer leicht süsslich-scharfen Marinade eingelegt und anschliessend in einer Bratpfanne angebraten werden. Dazu gibt es eingelegtes Gemüse (Pickles) und eine „gefälschte Aioli“. Und zwar habe ich mich gegen das Original entschieden, weil ich einfach kein grosser Mayonnaise-Fan bin. Frische Kräuter und etwas Chili runden das Sandwich perfekt ab.

Rezept für 4 Personen

Zubereitung: 30 Minuten
Kühlschrank: mind. 1 Stunde (am besten über Nacht)
 
Pickles
 
  • 1-2 Karotten, geschält
  • 1/2 Gurke
  • 1 Handvoll Radieschen
  • 120ml weisser Essig
  • 50g Rohrzucker
  • Salz
„Aioli“
 
  • 1 kleiner Becher griechisches Joghurt
  • 1 Knoblauchzehe, in ganz feine Würfel geschnitten
  • 1 Zitrone, Schale und ca. die Hälfte des Saftes
  • Salz
Auberginen
 
  • 3 EL Ketchup Manis
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 Löffelchen Sambal Oelek (Ersatzweise: Sriracha-Sauce)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 3 EL Wasser
  • 1 Aubergine, in runde Scheiben geschnitten
des weiteren
 
  • 1 grosses Baguette (oder 4 kleinere)
  • 1 Handvoll Koriander, Blätter abgezupft
  • 1 rote Chilischote, Kernen entfernt und in Scheiben geschnitten

Für die Pickles, die Karotten und die halbe Gurke mit einem Julienne-Sparschäler in feine Streifen und die Radieschen mit einem Messer in Scheiben schneiden. In einer kleinen Schüssel den Essig, den Zucker und etwas Salz so lange verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Gemüse in ein Glas geben und mit der Essigmischung übergiessen. Im Kühlschrank für min. 1 Stunde ziehen lassen (am besten über Nacht).

Für die „Aioli“ alle Zutaten zusammenmischen und ebenfalls auf die Seite stellen.

Um die Marinade für die Auberginen herzustellen, alle Zutaten (ausser der Aubergine) in einer kleinen Schale vermengen und abschmecken. Die Sauce sollte leicht scharf und etwas süsslich sein. Die Auberginenscheiben in einem flachen Behälter auslegen und die Marinade darüber giessen. Für min. 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.

Báhn mì mit Auberginen III

Die Auberginen aus dem Kühlschrank nehmen und in einer Bratpfanne anbraten, bis sie durch sind (Achtung: die Pfanne nicht zu heiss werden lassen, sonst brennt die Marinade schnell an). Das Baguette in 4 Stücke teilen, aufschneiden und alle Hälften mit der „Aioli“ einstreichen. Die Auberginen darauflegen, dann die Pickles darauf drapieren und zum Schluss noch etwas Koriander und je nach Verträglichkeit mit  Chilischoten bestreuen. Sofort servieren.

Tipp Laura: Wer keinen Julienne-Sparschäler besitzen sollte, kann mit Hilfe eines normalen Sparschälers feine Scheiben von Karotten und Gurken abschneiden und diese anschliessend mit einem scharfen Messer weiter in feine Streifen schneiden.

Tipp Valerio: Natürlich kann man das gefälschte Aioli auch mit einem echten Aioli ersetzten. Das Rezept dazu findet ihr hier.

- Laura -

Joghurt-Panna cotta mit Johannisbeeren

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Joghurt-Panna cotta mit Johannisbeeren I

Dass ich ein grosser Panna-cotta-Fan bin, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Auf dem Blog finden sich daher auch schon einige Versionen davon, mal mit leckerem Ziegenkäse, mal mit dunkler Schokolade. Heute nutze ich aber die Gelegenheit mein absolutes Lieblingsrezept vorzustellen.

Äusserlich ähnelt dieses Panna cotta schon sehr der klassischen Version, hebt sich aber dadurch vom Klassiker ab, dass nach dem Aufkochen der Sahne noch etwas Naturjoghurt unter die Sahne gehoben wird. Dadurch erhält diese Süssspeise eine leicht säuerliche und sehr erfrischende Note. So hat sich dieses Panna cotta auch schnell zum Favoriten unter unseren Freunden gemausert. Höchste Zeit also, das Rezept auch mit dem Rest der Welt zu teilen.

Joghurt-Panna cotta mit Johannisbeeren II

Ein Panna cotta wird üblicherweise von einer leckeren, fruchtigen Sauce begleitet, die das Geschmackserlebnis auf eine weitere Stufe bringen soll. Dieses Mal habe ich mich für eine leckere Sauce aus Johannisbeeren entschieden, die zwar ebenfalls eine leicht säuerliche Note besitzt, aber die Cremigkeit der Sahne wunderbar ausbalanciert. Als Dekoration habe ich noch ein paar Körner Blütenpollen verwendet, die unterstützen hier aber mehr das visuelle und sind für das eigentliche Rezept optional.

Rezept für 4-6 Portionen

Dauer: 15 Minuten
Kühlung: 3-4 Stunden (über Nacht für optimales Ergebnis)
 
    • 400ml Sahne
    • 120g brauner Zucker
    • 3-4 Blatt Gelatine, in kaltem Wasser eingeweicht
    • 300g Naturjoghurt (oder griechisches Joghurt)
       
    • 100g Johannisbeeren, vom Stiel entfernt
    • 1-2 EL Wasser
    • 2-3 EL Honig
    • 1 Löffelchen Blütenpollen (optional)

In einer kleinen Pfanne die Sahne zusammen mit dem Zucker aufkochen lassen und dabei darauf achten, dass sich der ganze Zucker auflöst. Vom Herd nehmen, die eingeweichte Gelatine ausdrücken und unter konstanten Rühren in der Sahne auflösen. Etwas abkühlen lassen und anschliessend das Joghurt darunter mischen. In 4-6 kleine Gläschen oder Förmchen füllen und im Kühlschrank für ca. 3-4 Stunden fest werden lassen.

Joghurt-Panna cotta mit Johannisbeeren III

Für die Fruchtsauce, die Johannisbeeren zusammen mit etwas Wasser ebenfalls in einer kleinen Pfanne zum köcheln bringen. Den Honig zugeben und auflösen lassen. Abschmecken: Die Sauce sollte eine leichte Süsse haben, ohne aber die säuerliche Note zu verlieren. Anschliessend die Sauce durch ein Sieb giessen und die darin gefangenen Kernen wegwerfen. Die klare Sauce ebenfalls im Kühlschrank aufbewahren.

Vor dem Servieren die Gläschen aus dem Kühlschrank holen und mit etwas Sauce begiessen. Zur Dekoration kleine Zweige Johannisbeeren darauflegen und mit ein paar Körnern Blütenpollen bestreuen.

Tipp Laura: Wir werden immer wieder gefragt, wo man diese ominöse Blütenpollen finden kann. Bei uns in der Schweiz führt jeder grössere Supermarkt diese kleine Vitaminbomben, meist im selben Regal wie auch Honig und Marmeladen.

- Laura -

Wien Juli 2014

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Wien Juli 2014 XVI

Anfangs dieses Monates haben Valerio und ich, zusammen mit meinen Eltern die  österreichische Hauptstadt Wien besucht. Und wie immer, wenn wir vier unterwegs sind, spielt das Essen eine wichtige Rolle. So haben wir uns, ausgerüstet mit vielen Insidertipps von becauseyouarehungry, einem tollen Foodblog aus Wien, und der kulinarischen Spürnase meiner Mutter, in die Welt der Wiener Restaurants und Imbissbuden gestürzt. Hier erzählen wir nun von unseren Eindrücken:

Kim kocht

Wien Juli 2014 I

Fangen wir doch gleich mal mit dem absoluten Highlight unseres Trips an: Dem Besuch bei Sohyi Kim in ihrem kleinen „Kim kocht Shop & Studio“ am Naschmarkt im 6. Bezirk. Das Studio selbst ist nur ca. 50m2 gross. Küche, einen grosse Esstisch und sogar ein kleiner Laden alles in einem. Im Sommer kann man sich aber auch draussen mitten in die Allee des Naschmarktes hinsetzten. Wir haben uns für den grossen Esstisch entschieden, um auch den Köchen und Kim selbst beim Zubereiten der Gerichte zu beobachten. Das Essen ist eine moderne Fusion aus der koranischen Küche – denn Kim selbst kommt aus Korea – mit vielen westlichen und sogar orientalischen Einflüssen. Die Gerichte sind einfach zubereitet, frisch und voller Geschmack. Zu viert haben wir uns durch das leckere Menu probiert, zu den Highlights gehörten dabei das Wolfsbarschcarpaccio mit Szechuanpfeffer-Öl als Vorspeise und das geschmorte Zitronenhuhn mit Wasabicreme-Limetten-Minz-Couscous. Wer anschliessend von Kim nicht mehr genug kriegen kann, hat die Möglichkeit im Shop nochmals zuzuschlagen. Dort finden sich ihre Kochbücher und unzählige verschiedene Gewürzsalze, damit auch zuhause die Fusionküche gelingt.

Wien Juli 2014 II

 

Mochi

Wien Juli 2014 III

Wenn es um Sushi geht, ist das Mochi in Wien schon lange kein Geheimtipp mehr. So war es auch nicht weiter überraschend, dass wir am Samstagnachmittag um 14 Uhr ein volles Restaurant vorgefunden haben. Glücklicherweise wurde dann aber gleich ein gemütliches Plätzchen auf dem Vorplatz frei, wo wir uns sogleich glücklich niederliessen. Das Menu listet eine Reihe von spannenden Gerichten mit komplizierten Namen, die aber alle ganz lecker klingen. Bestellt haben wir einfachhalber das „Mochi for two“, bestehend aus einer Platte Sashimi, einer Platte Nigiri und natürlich einer Platte Sushirollen, im kalifornischen Stil, für die das Restaurant so bekannt ist. Und wir wurden nicht enttäuscht: Der Reis war absolut auf den Punkt gebracht, der Fisch super frisch und den Yuzu-Drink dazu herrlich erfrischend. Zum Abschluss gönnten wir uns dann auch noch ein Schokoladenmousse, serviert mit einer tollen Himbeersause und einem Schokoladen-Crumble. Ein wirklich gelungener Lunch! Sollten wir aber jemals wieder das Mochi in Wien aufsuchen, werden wir aber etwas abenteuerfreudiger sein und uns nicht von den exotischen Namen der Gerichte abschrecken lassen. Von unserem kleinen Tischchen aus, konnten wir nämlich mit all den anderen tollen Gerichte liebäugeln, die die Küche sonst noch verlassen haben und waren fast ein bisschen neidisch.

Wien Juli 2014 IV

 

Bitzinger Imbiss

Wien Juli 2014 V

Imbissbuden und Wurststände gibt es in Wien beinahe so viele wie Dönerbuden hier bei uns in Zürich. Wenn man da den Titel als bester Imbiss in der Stadt erhält, kann man durchaus ein bisschen stolz sein. Und genau dies ist dem Bitzinger-Imbiss vor dem Albertina gelungen und genau dorthin sind wir eines Abends nach einem aufregendem Fussballabend (ja die WM lief ja auch noch) hingepilgert. Als Wurstlaien waren wir im ersten Augenblick zwar von der grossen Auswahl etwas überfordert, haben uns dann aber blind je für eine Wurst entschieden. Dazu werden etwas Brot, scharfe Pfefferschoten und viel, viel Senf gereicht. Ein Bier gehört natürlich auch dazu. Die Würstel waren alle sehr lecker, die Pfefferschoten haben mir ziemlich den Mund verbrannt (aber für das ist ja das Bier und das Brot da) und die restlichen Gäste, die sich um den Imbiss scharten, waren sehr unterhaltsam. Nach einem langen, anstrengenden Tag genau das Richtige um nochmals etwas Energie zu tanken um sich auf den Heimweg zu machen.

Wien Juli 2014 VI

 

Eis Greissler

Wien Juli 2014 VII

Die etwas andere Eisdiele der Stadt findet man an der Mariahilferstrasse, eingepackt zwischen H&M, Zara und Co. Hier wird das Eis frisch hergestellt aus erstklassiger Milch aus dem biologischen Betrieb der Familie Blochberger. Neben den klassischen Eisvarianten, verstecken sich aber auch ein paar ganz leckere Exoten: Bei unserem ersten Besuch gabs für mich ein Eis aus Ziegenkäse (super lecker, leicht säuerlich) und beim zweiten Besuch meinen absoluten Favorit mit Kürbiskernenöl (wunderbar erdig und sahnig). Und auch Veganer kommen hier auf den Geschmack, wird doch ein grosses Angebot an veganischen Eissorten angeboten. Besonders bemerkenswert: Neben der Biomilch und den frischen Zutaten, finden sich keinerlei künstliche Aromen, Zusatzstoffe und Farbstoffe im Eis.

Wien Juli 2014 VIII

 

Schöne Perle 

Was?! Kein Wienerschnitzel? Doch doch, natürlich gab es am letzten Tag vor unserer Abreise auch noch ein echtes Schnitzel und zwar in der „schöne Perle“ im 2. Bezirk. Das Restaurant ist ganz einfach gehalten, mit einem grossen Aussensitzplatz und guter Hausmannskost, ohne grosses Drumherum.


Aber natürlich gibt es in Wien nicht nur leckeres Essen. Und wer so viel isst, sollt sich auch genügend bewegen. So haben wir die Stadt mehrmals zu Fuss und auch auf dem Fahrrad (die man übrigens an diversen Standorten für wenig Geld mieten kann) durchquert. Folgende Sehenswürdigkeiten können wir Euch deshalb ebenfalls empfehlen.

Naschmarkt (6. Bezirk)

Wien Juli 2014 IX

Ein Paradies für alle Foodies. Reihe an Reihe gliedern sich hier gemütliche Restaurants, Läden bis an die Decke gefüllt mit frischen Lebensmittel und kleine Kramladen. Für die typische Marktstimmung sorgen die unzähligen Händler, die ihre Waren den vorbeiziehenden Touristen anpreisen. Hie und da lohnt es sich auch tatsächlich einen kleinen Zwischenstopp einzuhalten. Zum Beispiel bei dem freundlichen, jungen Herrn, der sein Wienerbier verkauft (zugegeben der Preis ist etwas hoch), oder dem türkischen Gewürzhändler, der Gewürze aus jeder Ecke der Welt in seinem Sortiment zu haben scheint.

Wien Juli 2014 X

Wien Juli 2014 XI

 

Schönbrunn oder doch lieber Belvedere?

Wien Juli 2014 XII

Wenn man so Glück hat mit dem Wetter wie wir, sollte man sich umbedingt einen der beiden grössten Schlossparks Wiens anschauen (oder sogar beide?). Belvedere, dass im 18. Jahrhundert für Prinz Eugen erbaut wurde, haben wir im Rahmen unserer morgendlichen Joggingrunde besucht. Für den Besuch des Schloss Schönbrunns, welches bereits ein Jahrhundert zuvor entstanden ist, haben wir uns hingegen aber einen halben Tag Zeit genommen. Bei beiden Parks lässt sich unschwer erkennen, dass es sich nicht nur um ein klug angelegtes Naherholungsgebiet für die Hofgemeinschaft, sondern auch um eine klare Demonstration des Reichtums und auch der Macht handelte. Wobei das Schönbrunn aufgrund seiner gigantischen Fläche und dem riesigen Schloss eindeutig als Sieger vom Platz geht. So beinhaltet der Park nicht nur viel Grün, einen imposanten Brunnen und eine hübsche Gloriette auf dem Hügel, sondern auch noch einen eigenen Tierpark und den berühmten Irrgarten, wo sich schon im 17. Jahrhundert die Hofdamen und -herren im Schatten getroffen haben.

Uns hingegen hat aber das etwas bescheidenere Belvedere doch besser gefallen. Auch hier findet sich mitten im Gelände ein toller Brunnen, das Schloss zeigt sich insgesamt etwas verschnörkelter und Touristen hat es hier etwas weniger (aber eben nur etwas).

Wien Juli 2014 XIII

 

Friseur Stufenschnitt

Wien Juli 2014 XIV

Zum Schluss noch zum eigentlichen Grund, wieso wir in Wien waren. Mein Vater ist nämlich Künstler und hat nun die Gelegenheit erhalten, in diesem tollen Friseursalon bei Stefan – dem Eigentümer – eine kleine Auswahl seiner Drucke zu präsentieren. Stefan lädt alle drei Monate einen neuen Künstler ein, seine Werke bei ihm aufzuhängen und bei Gelegenheit sogar an seine Kunden zu verkaufen. Dadurch erhält der Salon alle drei Monate einen völligen neuen Look, genau wie Stefans Kunden (hihi). Bis September findet man nun dort also die Bilder meines Vaters. Wer also bis dahin in Wien sein sollte, sollte umbedingt mal bei Stefan auf einen neuen Haarschnitt und etwas Kunst vorbeischauen.

Wien Juli 2014 XV

- Laura -

Eis am Stiel mit frischen Himbeeren

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Eis am Stiel mit frischen Himbeeren I

Während ich hier sitze, diesen Beitrag schreibe und das letzte dieser leckeren Eis geniesse, regnet es draussen in Strömen und es ist eisig kalt. Ich fühle mich also ein bisschen wie im falschen Film, Sommergefühle kommen nicht wirklich auf. Nicht ganz einfach da die passenden Worte für dieses Rezept zu finden.

Trotzdem gibt es etwas zu feiern: Dies ist nämlich unser exakt 100. Beitrag für diesen Blog. Und wenn wir schon beim 100. Beitrag sind, ist es langsam aber sicher Zeit für ein Eis-Rezept. Bisher hat es leider nie mit einem Eis-Rezept geklappt, da wir keine Eismaschine haben. Kürzlich bin ich aber in einem Einrichtungshaus über diese Eisförmchen gestolpert, in die man ganz einfach eine Flüssigkeit füllen kann, anschliessend einen Eisstiel hineinsticht und dieses dann einfriert. Tadaaaa… Das Eis am Stiel ist fertig.

Eis am Stiel mit frischen Himbeeren II

Die Möglichkeiten damit sind natürlich endlos! Ganz besonders daran mag ich, dass man in der Lage ist viele, gesündere Alternativen zu den sonst eher zuckerhaltigen Varianten aus dem Supermarkt kreieren. Als Basis kann man dafür Joghurt, Tee oder pürierte Früchte verwenden. Im nachfolgendem Rezept findet ihr einer meiner besten Versuche.

Rezept für 5-6 Stück

Dauer: 15 Minuten + Zeit zum Gefrieren
 
    • 200g frische Himbeeren
    • 1 EL Wasser
    • 2 EL Honig
    • 1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
    • 200g Frischkäse
    • 100g Saurer-Halbrahm

Die Himbeeren in einer kleinen Pfanne zusammen mit etwas Wasser und dem Honig zum köcheln bringen und anschliessend das ausgekratzte Mark einer Vanilleschote beigeben. Für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Den Frischkäse und den Sauren-Halbrahm mischen. Die Himbeermasse langsam unterrühren und alles gut mischen. In die Eis-Förmchen geben, ein Stiel hineinstechen und gut verschliessen. Im Gefrierfach einfrieren lassen.

Eis am Stiel mit frischen Himbeeren III

Vor dem Konsum, die Form mit heissem Wasser begiessen, bis das Eis aus der Form gezogen werden kann.

- Laura -

Kochbuch “A Work in progress – Behind the scenes at celebrated restaurant Noma”

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Von “René Redzepi”

A Work in progress - Behind the scenes at celebrated restaurant Noma I

Ein Weilchen ist es her, seit wir hier das letzte Mal ein Kochbuch vorgestellt haben. Nun ist es aber wieder so weit: Ein tolles und aufregendes Buch ist mir in die Arme gefallen und hat es mehr als nur verdient, hier etwas näher unter die Lupe genommen zu werden. Wie Ihr aber schnell feststellen werdet, brechen wir das übliche Muster beim Vorstellen eines Kochbuches, und fügen kein Rezept zum Nachkochen an die Rezession an.

Der Grund ist eigentlich ganz einfach: Ich bin schlicht und einfach nicht in der Lage – aufgrund von fehlendem Können, fehlenden Zutaten und fehlenden Küchengeräten – die Rezepte nachzukochen. Kein Wunder, denn das Kochbuch, dass ich vor mir liegen habe, ist von niemand anderem als René Redzepi vom weltberühmten Noma,  eines der besten Restaurants der Welt.

A Work in progress - Behind the scenes at celebrated restaurant Noma II

Das erste Mal aufmerksam wurde ich auf das Restaurant Noma vor Jahren, als es zum ersten Mal zum besten Restaurant der Welt gekürt wurde (mittlerweile hat das Team vom Noma den Preis bereits zum vierten Mal gewonnen). Die Philosophie des Restaurants, nur regionale, skandinavische Produkte zu verwenden, verbunden zu sein mit der Natur und diese bestmöglich auf dem Teller zu repräsentieren, hat mich zugleich angesprochen und fasziniert. Bei unserem Besuch in Kopenhagen vor ein paar Jahren, war natürlich ein Zwischenhalt beim Restaurant Noma ein absolutes Muss. Mehr als einen Blick durch die Fensterscheibe gab es aber nicht, muss man doch einen Tisch bereits Monate im Voraus reservieren und für das Essen tief in die Taschen greifen. Einmal dort zu essen bleibt also vorerst noch ein Traum. Bis dieser in Erfüllung geht, tröste ich mich daher mit diesem Kochbuch.

Warum aber sollte man sich ein Kochbuch kaufen, aus dem man ganz sicherlich nichts Nachkochen kann? Das Schöne an diesem Buch ist, dass es sich bei „a work in progress“ nicht lediglich um ein Kochbuch dreht. Der Kernpunkt des neusten Werkes von René Redzepi ist nämlich ein ganz einfach gehaltenes Tagebuch, das der Koch angefangen hat zu schreiben, als er kurz davor stand, ein Burnout zu erleiden. Redzepi fühlte sich ausgelaugt, ideenlos und irgendwie zum Stillstand gebracht von dem grossen Erfolg, welcher er und sein Restaurant über die Jahren feiern durften. Mithilfe des Tagebuches wollte er fortan zurück finden zu seiner Kreativität und zu dem was das Noma so interessant und aufregend gemacht hat.

A Work in progress - Behind the scenes at celebrated restaurant Noma III

Und so nimmt uns Redzepi mit auf eine Reise in sein Restaurant, in seine Testküche, wo man täglich an neuen Gerichten feilt und hinaus auf die Felder, auf der Suche nach neuen Kräutern und Wurzeln, die die Gäste zum Staunen bringen sollen. Wir erleben mit ihm alle Jahreszeiten und erfahren wie brutal ein Winter in Dänemark sein kann, wenn es darum geht innovative, saisonale Gerichte zu produzieren, die den Standart der gehobenen Küche entsprechen sollen. Das Tagebuch zeigt uns alle Hochs und Tiefs, die mit dem kreieren von neuen Gerichten kommen und jene schöne Momente, in denen alles zusammenzukommen scheint und Redzepi endlich wieder das findet, woran er so viel Freude hat: Kreativität und Innovation.

Begleitet wird diese Reise durch das bereits erwähnte Kochbuch, worin die im Tagebuch beschriebenen Gerichte wiedergefunden werden können und durch ein kleines Büchlein mit „Snap Shots“ aus dem Leben des Nomas. Referenzen im Tagebuch leiten dabei den Leser auf die richtigen Seiten in den beigelegten Büchern.

A Work in progress - Behind the scenes at celebrated restaurant Noma IV

„A work in profess“ zeigt eindrücklich, was hinter den Kulissen eins der besten Restaurant der Welt abgeht Wie viel Arbeit, Kreativität und Innovation hinter diesen wundervollen Gerichten steckt und mit welchen Herausforderungen sich ein weltbekannter Koch herumschlagen darf. Das absolute Highlight ist tatsächlich das schlicht gehaltene Tagebuch und die tollen Bilder im Kochbuch. Eher enttäuscht war ich hingegen von den „Snap Shots“, die meist etwas unscharf waren und die Köche mehr beim herumblödeln als bei der Arbeit zeigen. Ich hätte mir hier vielleicht noch mehr Einblicke hinter die Kulissen der Küche erhofft. Für alle die sich ebenfalls für solche Einblicke interessieren, empfehle ich die Instagram-Accounts von René Redzepi selber (@reneredzepinoma) und jenes vom Restaurant Noma (@nomacph).

Das Buch ist unter Anderem bei bei Books.ch bestellbar. Die deutsche Version lässt aber noch etwas auf sich warten.

- Laura -

Kalte Avocado-Suppe

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Kalte Avocado-Suppe I

Gleich zwei Avocado-Rezepte innerhalb von zwei Wochen? Eigentlich ein reiner Zufall, aber eigentlich auch nicht wirklich. Avocado gehört nämlich bei uns im Haushalt zu diesen Lebensmittel, die immer irgendwo rumliegen. Wir verwenden sie fast täglich in Sandwiches, als Garnitur oder machen den Klassiker Guacamole draus.

In letzter Zeit haben wir aber einen neuen Favoriten, nämlich diese super einfache und absolut erfrischende Avocado-Suppe. Sie ist die perfekte Mahlzeit, wenn die Sonne draussen unerbittlich heiss scheint und man eigentlich gar nicht wirklich Lust hat gross zu Kochen. Die Suppe ist innerhalb von 10 Minuten hergestellt, am besten bereitet man sie bereits am Tag zuvor zu und lässt sie dann über Nacht im Kühlschrank richtig abkühlen. Wer dafür keine Zeit hat, soll einfach 1-2 Eiswürfel mit in Suppe legen, damit sie auch wirklich erfrischend wirkt.

Kalte Avocado-Suppe II

Rezept für 2 Personen als Hauptmahlzeit

Rezept hier abgeguckt 
 
Dauer: 10 Minuten 
 
    • 2 Avocados, halbiert und entsteint
    • 1/2 Gurke
    • 250ml kaltes Wasser
    • 150ml Kokosnussmilch
    • Saft von ca. 1/2 Zitrone
    • 2-3 Stängel Dill + etwas mehr für die Deko
    • Salz
    • 1 Handvoll Kürbiskernen, geröstet

Alle Zutaten, ausser den Kürbiskernen, mit einem Mixer fein pürieren. Mit Salz abschmecken und im Kühlschrank über Nacht ziehen lassen. Auf die Gläser verteilen und mit den gerösteten Kürbiskernen und etwas Dill verzieren. Kalt geniessen.

Kalte Avocado-Suppe III

Tipp Laura: Demnächst werde ich auch mal eine Version mit frischer Minze ausprobieren. Wer ebenfalls auf diese Idee gekommen ist, darf gern an dieser Stelle vom Resultat berichten.

Auf der Suche nach weiteren erfrischenden Suppen für die heissen Tage. Wir empfehlen Euch diese Rezepte vom letzten Sommmer:

Übrigens: Diese Woche hatte ich die Gelegenheit an einem wirklich tollem Food-Blogger Event im 25hours Hotel hier in Zürich teilzunehmen. Was ich gegessen habe und welche tollen Food-Blogger ich dabei kennenlernen durfte, sieht ihr hier.

- Laura -

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