Erdnussbutter-Müesli-Riegel

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Erdnussbutter-Müesli-Riegel I

Erstmals ein herzliches Dankeschön für all die lieben Kommentare zu unserem 2.Blog-Geburtstag. Es tut unglaublich gut zu sehen, dass das was wir hier auf dieser kleinen Seite auch draussen in der grossen , weiten Welt gut ankommt. Das motiviert uns, auch in Zukunft Gas zu geben.

Nun zum heutigen Rezept. Nachdem der Sommer sich sehr launisch zeigt, verzichte ich heute auf ein saisonales Rezept und zeige Euch einen Snack für zwischendurch, der man wirklich das ganze Jahr über geniessen kann. Bereits vor einem Jahr haben wir im Rahmen der Tour-de-France einen Müesli-Riegel vorgestellt, der zu vielen positiven Reaktionen geführt hat. Darum doppeln wir heute mit einem weiteren Riegel-Rezept nach.

Hauptdarsteller in dieser Version ist der Erdnussbutter. Ich liebe Erdnussbutter und verwende ihn darum auch immer wieder gerne beim Kochen. Ihn aber in diesem Riegeln zu verarbeiten war gar nicht so einfach und hat einige Testversuche gebraucht. Mit dem Endresultat bin ich aber sehr zufrieden. Müesli-Riegel sind der perfekte Begleiter, wenn man morgens mal keine Zeit für ein anständiges Frühstück hat oder wenn einem nach dem Sport der Heisshunger überfällt. Gut eingepackt kann man diese Riegel bis zu einer Woche lagern.

Erdnussbutter-Müesli-Riegel II

Rezept für 6-8 Riegel

Dauer: 30 Minuten 
Abkühlen: 1 Stunde 
 
  • 1 Eiweiss
  • 125g Erdnussbutter, mit Stückchen
  • 20g brauner Zucker
  • 60g Honig
  • 180g Haferflocken
  • 40g Mandeln, gehackt
  • 20g ungesalzene Erdnüsse, gehackt
  • 30g Butter, geschmolzen
  • 40g getrocknete Cranberries, gehackt

Den Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Das Eiweiss in einer grossen Schüssel aufschlagen und die Erdnussbutter daruntermischen. Den Honig und Zucker ebenfalls zugeben und weiter mischen. Die Haferflocken und die verschiedenen Nüsse zusammen mit der geschmolzenen Butter dazugeben und alles gut mischen. Zum Schluss noch die Cranberries dazugeben.

Eine feuerfeste Form (ca. 10 x 20cm) mit etwas Butter einstreichen und die Masse darin gleichmässig ca. 2-3cm dick verteilen. Im Ofen für ca. 15 Minuten backen lassen, dabei darauf achten, dass die Haferflocken nicht zu braun werden und die Masse zu sehr austrocknet. Aus dem Ofen nehmen und 1 Stunde abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und in gleichmässige Stücke schneiden. Die Riegel können je nach Bedarf in einer luftdichten Schachtel gelegt oder mit etwas Frischhaltepapier eingepackt werden.

Erdnussbutter-Müesli-Riegel III

- Laura -

Happy Birthday – „Löffelchen voll Zucker“ wird 2!!!

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Und wieder ist ein Jahr vergangen. Ein Jahr, das vor allem auch bei uns im Privaten zu ein paar schönen Veränderungen geführt haben, die sicherlich auch auf dem Blog einen Einfluss hatten. So sind wir zum Beispiel in eine gemeinsame Wohnung gezogen, Laura hat das Studium beendet und ihren ersten Job in Angriff genommen und Valerio hat sich ein Jahr Auszeit vom Studium gegönnt und praktische Erfahrung in diversen Firmen gesammelt.

Auf dem Blog selber hat sich aber auch was getan: Langsam aber sicher finden wir immer mehr unseren eigenen Stil, sowohl was die Auswahl der Rezepte, das Schreiben, wie auch das Fotografieren angeht. So ist Laura zum Beispiel immer sehr glücklich, wenn Valerio als Modell hinhält. Neben dem Blog sind wir auch auf den sozialen Plattformen immer präsenter. Mit Instagram haben wir zudem ein neues Medium entdeckt, dass uns wirklich viel Freude bereitet und auch oft Inspirationen liefert.

Trotzdem ist das Bloggen nicht nur von Hochs begleitet. Öfters als noch im letzten Jahr wurden wir von „Blogger-Kollern“ heimgesucht, die schliesslich auch dazu geführt haben, dass insgesamt weniger Beiträge veröffentlicht wurden als noch im ersten Jahr. Mit den veröffentlichen Rezepten sind wir aber insgesamt sehr zufrieden. Ein Highlight dieses Jahres war ganz bestimmt, das Zusammenstellen eines kleinen Kochbuchs für unsere Familien und Freunden an Weihnachten. Das Buch ist übrigens immer noch auch für Interessierte über blurb.de erhältlich.

Um auch dieses Jahr für Euch etwas zusammenzufassen, haben wir uns an das gleiche Muster wie letztes Jahr gehalten. Ausserdem haben wir zur Feier des Tages wieder einmal die Blogroll  und das Über uns erneuert.

Top Beiträge

Rote-Beete-Hummus mit selbstgemachtem Knäckebrot MINISchokoladen-Kardamom-Panna cotta MINIErbsen-„potstickers“ mit süsser Sojasauce MINI

Wie immer ist es nicht ganz einfach, aus so vielen Rezepten drei Favoriten auszuwählen. Nach langem Hin und Her haben wir uns schliesslich für diese drei Rezepte entschieden:

Rote-Beete-Hummus mit selbstgemachtem Knäckebrot: Keine Frage dieses Rezept ist optisch ein echter Hingucker, mit diesem wunderschönen Rot des Hummus. Aber dies war nicht der ausschlaggebende Punkt, warum wir uns für dieses Rezept als einer unserer Favoriten entschieden haben. Vielmehr waren es die Kombination von Hummus mit Roter Beete und dem selbstgemachtem Knäckebrot, die wunderbar zusammen harmonieren. Und wenn eine Geschmackskombination so geglückt ist, darf man ruhig auch mal etwas stolz sein.

Schokoladen-Kardamom-Panna cotta: Wie des öfteren erwähnt, lieben wir Panna cotta. Darum gehört dieses Süssspeise ohne Frage ebenfalls in die Top Drei dieses Jahres. Die Version für die wir uns entschieden haben, ist diejenige mit Schokolade und Kardamom, die wir im letzten Winter vorgestellt haben. Ein superleckeres, eifaches Rezept, dass nicht nur uns begeistern wird.

Erbsen-„Potstickers“ mit süsser Sojasauce: Ebenfalls eines der Highlights dieses Jahres, waren dieses leckeren „Pfannenkleber“ mit Erbsen und viel Thaibasilikum. Es braucht nicht immer ausgefallene Geschmackskombinationen um ein gutes Gericht herbeizuzaubern und dieses Rezept demonstriert das klar. Perfekt für ein unkompliziertes Abendessen zu zweit.

Flop Beiträge

Peperoni aus dem Ofen mit Ricotta MINIMaisbrot mit Federkohl und einem Apfelchutney MINILebkuchen Kekse MINI

Eine der wohl erfreulichsten Änderungen auf dem Blog ist die Tatsache, dass es dieses Jahr sehr schwer war, drei Rezepte als „Flops“ zu nominieren. Die Rezepte die es schliesslich auf diese eher weniger ruhmvolle Liste geschafft haben, wurden meist nicht aufgrund ihrer Qualität ausgewählt, sondern mehr weil wir mit der Darstellung des Gerichts nicht so glücklich waren.

Peperoni aus dem Ofen mit Ricotta: Der einzige Grund, wieso sich dieses Rezept hier wieder findet, ist dass wir uns davon einfach ein bisschen mehr erhofft haben. Trotzdem ist das Ergebnis wirklich sehr schmackhaft und eignet sich hervorragend als leichte Mahlzeit.

Maisbrot mit Federkohl und einem Apfelchutney: Eigentlich ein wirklich tolles Rezept, an dem wir grosse Freude hatten. Umso enttäuschender, dass die Fotos gar nicht gelingen wollten und das Rezept somit etwas hängen lassen.

Lebkuchen Kekse: Wohl das einzige Rezept, welches ich so nicht mehr auf dem Blog publizieren würde. Obwohl die Kekse sicherlich nicht schlecht waren, entstand das Rezept lediglich aufgrund des Gedankens, wieder einmal Kekse veröffentlichen zu müssen. Das kann einfach nicht funktionieren, wenn das Herzblut fehlt. Grosser Pluspunkt aber: die Kekse sind wirklich extrem lang haltbar, haben wir doch sicherlich 3 Monate lang davon verzehrt.

Schön sind wir auch anderen aufgefallen 

Wie immer freuen wir uns unglaublich fest, wenn wir Anfragen erhalten, ob unsere Rezepte auch auf anderen Seiten veröffentlicht werden dürfen. Ob wir dadurch unsere Leserschaft vergrössern können, ist eigentlich nur nebensächlich. Dieses Jahr haben wir uns über folgende Publikationen ganz besonders gefreut:

sweet homefürsie.debrigitte.de

Ausblick auf das nächste Jahr

Die aufmerksamen Leser unter Euch werden sicherlich schon bemerkt haben, dass wir vor kurzem eine neue Kategorie aufgeschaltet haben: Unter „Unterwegs“ wollen wir auch in Zukunft mehr über Events, Restaurantbesuche, Reisen etc. schreiben. Auch haben wir die Kategorie „Kochbücher“ in letzter Zeit etwas vernachlässigt. Dies sollte sich nun bald wieder ändern.

Zum Schluss möchten wir uns bei all unseren Lesern bedanken! Bloggen wäre nur halb so schön ohne Eure Kommentare und Eure Unterstützung. Wir würden uns deshalb sehr freuen, wenn ihr uns unten einen Kommentar hinterlässt, was Euch dieses Jahr so gefallen hat und was eher weniger. Seit ihr zufrieden mit der Häufigkeit der Beiträge und mit den ausgewählten Rezepten? Hat ihr vielleicht ein Wunschgericht, welches wir hier einmal veröffentlichen sollten?

Auf ein weiteres, spannendes Jahr.

- Laura & Valerio -

Himbeer-Buchweizen-Porridge

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Himbeer-Buchweizen-Porridge I

Ich habe einen neuen Job! Seit dem 1. August darf ich mich Sport- und Ernährungsberaterin einer Privatklinik hier in Zürich nennen. Einen neuen Job haben, bedeutet neue Herausforderungen, neue Leute kennenzulernen und in meinem Fall, am Morgen viel weniger Zeit zum Frühstücken zu haben. Da ich allgemein eher ein Frühstücksmuffel bin und Brot so früh am Morgen nicht mag, habe ich mich über verschiedene, gesunde Frühstücksvarianten informiert.

Ein Rezept, das zur Zeit etwas die Runde macht im Internet, hat mich besonders begeistert. Und zwar handelt es sich dabei um eine Art “Porridge” aus Buchweizen und Walnüssen, die zusammen mit etwas Orangensaft und einer Frucht nach Wahl zu einer feinen Masse püriert werden. Angerichtet wird das Ganze mit frischen Früchten oder sogar etwas Müsli wenn man möchte.

Nachdem ich mich bereits durch einige Versionen dieses “Porridges” getestet habe, hat sich diese Variante als meinen Favoriten behauptet. Dabei werden Himbeeren – frisch oder gefroren – verwendet. Das Schöne an diesem Rezept ist, man kann es gut am Abend zuvor vorbereiten und auch eine grössere Portion machen, die dann über einige Tage sich hält. Damit lässt sich der zeitliche Aufwand am Morgen um einiges einschränken und kann vielleicht sogar etwas länger schlafen.

Himbeer-Buchweizen-Porridge II

Rezept für 2 Personen

Dauer: 15 Minuten 
 
  • 250g Buchweizen, für min. 1h in etwas Wasser eingelegt (siehe Tipp Laura)
  • 50g Walnüsse, für min. 1h in etwas Wasser eingelegt (siehe Tipp Laura)
  • 1 Orange, Saft
  • ca. 100g Himbeeren, frisch oder gefroren
  • 1 Löffelchen Honig oder Agavedicksaft (optional)
  • 1 Handvoll frische Früchte, hier: Kirschen und Himbeeren
  • 1 Löffelchen Blütenpollen (optional)

In einem Mixer die Buchweizen und die Walnüsse zusammen mit dem Saft einer Orange und den Himbeeren zu einer feinen Masse pürieren. Gegebenenfalls mit etwas Agavedicksaft oder Honig süssen. Auf zwei Gläser aufteilen. Die Früchte gut waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Auf dem “Porridge” anrichten. Falls erwünscht mit etwas Blütenpollen bestreuen.

Himbeer-Buchweizen-Porridge III

Tipp Laura: Die Buchweizen und die Walnüsse sollten für min. 1h in etwas Wasser eingelegt werden, am besten mit ein bisschen Essig. Das hilft die Nüsse etwas verdaulicher zu machen.

- Laura -

Báhn mì mit Auberginen

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Báhn mì mit Auberginen I

Irgendwie schon verrückt: Dann hat man all diese tollen Sommerrezepte für Euch vorbereitet und dann regnet es die ganze Zeit und man sehnt sich mehr nach einer warmen Suppe oder einem deftigem Lammeintopf. Nun ja, das kann ich Euch heute leider nicht bieten, denn eigentlich möchte ich viel lieber über Báhn mì sprechen.

Báhn mì kommt aus dem Vietnam und bedeutet eigentlich nicht anderes als Brot. Dort wurde das erste Brot während der Kolonialisierung der Franzosen eingeführt und – wenn überrascht es – dies hauptsächlich in der Form von Baguette. Heutzutage wird vor allem in der westlichen Welt unter dem Begriff ein “vietnamesisches Sandwich” verstanden. Ein Sandwich gefüllt mit frischen Zutaten, mal mit Fleisch, mal nur mit Gemüse, etwas Aioli (ebenfalls ein Rückbleibsel der Franzosen) und vielen Kräutern. Tönt doch wunderbar und eigentlich perfekt für den Sommer…

Báhn mì mit Auberginen II

In meiner Version habe ich marinierte Auberginen verwendet, die in einer leicht süsslich-scharfen Marinade eingelegt und anschliessend in einer Bratpfanne angebraten werden. Dazu gibt es eingelegtes Gemüse (Pickles) und eine „gefälschte Aioli“. Und zwar habe ich mich gegen das Original entschieden, weil ich einfach kein grosser Mayonnaise-Fan bin. Frische Kräuter und etwas Chili runden das Sandwich perfekt ab.

Rezept für 4 Personen

Zubereitung: 30 Minuten
Kühlschrank: mind. 1 Stunde (am besten über Nacht)
 
Pickles
 
  • 1-2 Karotten, geschält
  • 1/2 Gurke
  • 1 Handvoll Radieschen
  • 120ml weisser Essig
  • 50g Rohrzucker
  • Salz
„Aioli“
 
  • 1 kleiner Becher griechisches Joghurt
  • 1 Knoblauchzehe, in ganz feine Würfel geschnitten
  • 1 Zitrone, Schale und ca. die Hälfte des Saftes
  • Salz
Auberginen
 
  • 3 EL Ketchup Manis
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 Löffelchen Sambal Oelek (Ersatzweise: Sriracha-Sauce)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 3 EL Wasser
  • 1 Aubergine, in runde Scheiben geschnitten
des weiteren
 
  • 1 grosses Baguette (oder 4 kleinere)
  • 1 Handvoll Koriander, Blätter abgezupft
  • 1 rote Chilischote, Kernen entfernt und in Scheiben geschnitten

Für die Pickles, die Karotten und die halbe Gurke mit einem Julienne-Sparschäler in feine Streifen und die Radieschen mit einem Messer in Scheiben schneiden. In einer kleinen Schüssel den Essig, den Zucker und etwas Salz so lange verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Gemüse in ein Glas geben und mit der Essigmischung übergiessen. Im Kühlschrank für min. 1 Stunde ziehen lassen (am besten über Nacht).

Für die „Aioli“ alle Zutaten zusammenmischen und ebenfalls auf die Seite stellen.

Um die Marinade für die Auberginen herzustellen, alle Zutaten (ausser der Aubergine) in einer kleinen Schale vermengen und abschmecken. Die Sauce sollte leicht scharf und etwas süsslich sein. Die Auberginenscheiben in einem flachen Behälter auslegen und die Marinade darüber giessen. Für min. 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.

Báhn mì mit Auberginen III

Die Auberginen aus dem Kühlschrank nehmen und in einer Bratpfanne anbraten, bis sie durch sind (Achtung: die Pfanne nicht zu heiss werden lassen, sonst brennt die Marinade schnell an). Das Baguette in 4 Stücke teilen, aufschneiden und alle Hälften mit der „Aioli“ einstreichen. Die Auberginen darauflegen, dann die Pickles darauf drapieren und zum Schluss noch etwas Koriander und je nach Verträglichkeit mit  Chilischoten bestreuen. Sofort servieren.

Tipp Laura: Wer keinen Julienne-Sparschäler besitzen sollte, kann mit Hilfe eines normalen Sparschälers feine Scheiben von Karotten und Gurken abschneiden und diese anschliessend mit einem scharfen Messer weiter in feine Streifen schneiden.

Tipp Valerio: Natürlich kann man das gefälschte Aioli auch mit einem echten Aioli ersetzten. Das Rezept dazu findet ihr hier.

- Laura -

Joghurt-Panna cotta mit Johannisbeeren

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Joghurt-Panna cotta mit Johannisbeeren I

Dass ich ein grosser Panna-cotta-Fan bin, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Auf dem Blog finden sich daher auch schon einige Versionen davon, mal mit leckerem Ziegenkäse, mal mit dunkler Schokolade. Heute nutze ich aber die Gelegenheit mein absolutes Lieblingsrezept vorzustellen.

Äusserlich ähnelt dieses Panna cotta schon sehr der klassischen Version, hebt sich aber dadurch vom Klassiker ab, dass nach dem Aufkochen der Sahne noch etwas Naturjoghurt unter die Sahne gehoben wird. Dadurch erhält diese Süssspeise eine leicht säuerliche und sehr erfrischende Note. So hat sich dieses Panna cotta auch schnell zum Favoriten unter unseren Freunden gemausert. Höchste Zeit also, das Rezept auch mit dem Rest der Welt zu teilen.

Joghurt-Panna cotta mit Johannisbeeren II

Ein Panna cotta wird üblicherweise von einer leckeren, fruchtigen Sauce begleitet, die das Geschmackserlebnis auf eine weitere Stufe bringen soll. Dieses Mal habe ich mich für eine leckere Sauce aus Johannisbeeren entschieden, die zwar ebenfalls eine leicht säuerliche Note besitzt, aber die Cremigkeit der Sahne wunderbar ausbalanciert. Als Dekoration habe ich noch ein paar Körner Blütenpollen verwendet, die unterstützen hier aber mehr das visuelle und sind für das eigentliche Rezept optional.

Rezept für 4-6 Portionen

Dauer: 15 Minuten
Kühlung: 3-4 Stunden (über Nacht für optimales Ergebnis)
 
    • 400ml Sahne
    • 120g brauner Zucker
    • 3-4 Blatt Gelatine, in kaltem Wasser eingeweicht
    • 300g Naturjoghurt (oder griechisches Joghurt)
       
    • 100g Johannisbeeren, vom Stiel entfernt
    • 1-2 EL Wasser
    • 2-3 EL Honig
    • 1 Löffelchen Blütenpollen (optional)

In einer kleinen Pfanne die Sahne zusammen mit dem Zucker aufkochen lassen und dabei darauf achten, dass sich der ganze Zucker auflöst. Vom Herd nehmen, die eingeweichte Gelatine ausdrücken und unter konstanten Rühren in der Sahne auflösen. Etwas abkühlen lassen und anschliessend das Joghurt darunter mischen. In 4-6 kleine Gläschen oder Förmchen füllen und im Kühlschrank für ca. 3-4 Stunden fest werden lassen.

Joghurt-Panna cotta mit Johannisbeeren III

Für die Fruchtsauce, die Johannisbeeren zusammen mit etwas Wasser ebenfalls in einer kleinen Pfanne zum köcheln bringen. Den Honig zugeben und auflösen lassen. Abschmecken: Die Sauce sollte eine leichte Süsse haben, ohne aber die säuerliche Note zu verlieren. Anschliessend die Sauce durch ein Sieb giessen und die darin gefangenen Kernen wegwerfen. Die klare Sauce ebenfalls im Kühlschrank aufbewahren.

Vor dem Servieren die Gläschen aus dem Kühlschrank holen und mit etwas Sauce begiessen. Zur Dekoration kleine Zweige Johannisbeeren darauflegen und mit ein paar Körnern Blütenpollen bestreuen.

Tipp Laura: Wir werden immer wieder gefragt, wo man diese ominöse Blütenpollen finden kann. Bei uns in der Schweiz führt jeder grössere Supermarkt diese kleine Vitaminbomben, meist im selben Regal wie auch Honig und Marmeladen.

- Laura -

Wien Juli 2014

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Wien Juli 2014 XVI

Anfangs dieses Monates haben Valerio und ich, zusammen mit meinen Eltern die  österreichische Hauptstadt Wien besucht. Und wie immer, wenn wir vier unterwegs sind, spielt das Essen eine wichtige Rolle. So haben wir uns, ausgerüstet mit vielen Insidertipps von becauseyouarehungry, einem tollen Foodblog aus Wien, und der kulinarischen Spürnase meiner Mutter, in die Welt der Wiener Restaurants und Imbissbuden gestürzt. Hier erzählen wir nun von unseren Eindrücken:

Kim kocht

Wien Juli 2014 I

Fangen wir doch gleich mal mit dem absoluten Highlight unseres Trips an: Dem Besuch bei Sohyi Kim in ihrem kleinen „Kim kocht Shop & Studio“ am Naschmarkt im 6. Bezirk. Das Studio selbst ist nur ca. 50m2 gross. Küche, einen grosse Esstisch und sogar ein kleiner Laden alles in einem. Im Sommer kann man sich aber auch draussen mitten in die Allee des Naschmarktes hinsetzten. Wir haben uns für den grossen Esstisch entschieden, um auch den Köchen und Kim selbst beim Zubereiten der Gerichte zu beobachten. Das Essen ist eine moderne Fusion aus der koranischen Küche – denn Kim selbst kommt aus Korea – mit vielen westlichen und sogar orientalischen Einflüssen. Die Gerichte sind einfach zubereitet, frisch und voller Geschmack. Zu viert haben wir uns durch das leckere Menu probiert, zu den Highlights gehörten dabei das Wolfsbarschcarpaccio mit Szechuanpfeffer-Öl als Vorspeise und das geschmorte Zitronenhuhn mit Wasabicreme-Limetten-Minz-Couscous. Wer anschliessend von Kim nicht mehr genug kriegen kann, hat die Möglichkeit im Shop nochmals zuzuschlagen. Dort finden sich ihre Kochbücher und unzählige verschiedene Gewürzsalze, damit auch zuhause die Fusionküche gelingt.

Wien Juli 2014 II

 

Mochi

Wien Juli 2014 III

Wenn es um Sushi geht, ist das Mochi in Wien schon lange kein Geheimtipp mehr. So war es auch nicht weiter überraschend, dass wir am Samstagnachmittag um 14 Uhr ein volles Restaurant vorgefunden haben. Glücklicherweise wurde dann aber gleich ein gemütliches Plätzchen auf dem Vorplatz frei, wo wir uns sogleich glücklich niederliessen. Das Menu listet eine Reihe von spannenden Gerichten mit komplizierten Namen, die aber alle ganz lecker klingen. Bestellt haben wir einfachhalber das „Mochi for two“, bestehend aus einer Platte Sashimi, einer Platte Nigiri und natürlich einer Platte Sushirollen, im kalifornischen Stil, für die das Restaurant so bekannt ist. Und wir wurden nicht enttäuscht: Der Reis war absolut auf den Punkt gebracht, der Fisch super frisch und den Yuzu-Drink dazu herrlich erfrischend. Zum Abschluss gönnten wir uns dann auch noch ein Schokoladenmousse, serviert mit einer tollen Himbeersause und einem Schokoladen-Crumble. Ein wirklich gelungener Lunch! Sollten wir aber jemals wieder das Mochi in Wien aufsuchen, werden wir aber etwas abenteuerfreudiger sein und uns nicht von den exotischen Namen der Gerichte abschrecken lassen. Von unserem kleinen Tischchen aus, konnten wir nämlich mit all den anderen tollen Gerichte liebäugeln, die die Küche sonst noch verlassen haben und waren fast ein bisschen neidisch.

Wien Juli 2014 IV

 

Bitzinger Imbiss

Wien Juli 2014 V

Imbissbuden und Wurststände gibt es in Wien beinahe so viele wie Dönerbuden hier bei uns in Zürich. Wenn man da den Titel als bester Imbiss in der Stadt erhält, kann man durchaus ein bisschen stolz sein. Und genau dies ist dem Bitzinger-Imbiss vor dem Albertina gelungen und genau dorthin sind wir eines Abends nach einem aufregendem Fussballabend (ja die WM lief ja auch noch) hingepilgert. Als Wurstlaien waren wir im ersten Augenblick zwar von der grossen Auswahl etwas überfordert, haben uns dann aber blind je für eine Wurst entschieden. Dazu werden etwas Brot, scharfe Pfefferschoten und viel, viel Senf gereicht. Ein Bier gehört natürlich auch dazu. Die Würstel waren alle sehr lecker, die Pfefferschoten haben mir ziemlich den Mund verbrannt (aber für das ist ja das Bier und das Brot da) und die restlichen Gäste, die sich um den Imbiss scharten, waren sehr unterhaltsam. Nach einem langen, anstrengenden Tag genau das Richtige um nochmals etwas Energie zu tanken um sich auf den Heimweg zu machen.

Wien Juli 2014 VI

 

Eis Greissler

Wien Juli 2014 VII

Die etwas andere Eisdiele der Stadt findet man an der Mariahilferstrasse, eingepackt zwischen H&M, Zara und Co. Hier wird das Eis frisch hergestellt aus erstklassiger Milch aus dem biologischen Betrieb der Familie Blochberger. Neben den klassischen Eisvarianten, verstecken sich aber auch ein paar ganz leckere Exoten: Bei unserem ersten Besuch gabs für mich ein Eis aus Ziegenkäse (super lecker, leicht säuerlich) und beim zweiten Besuch meinen absoluten Favorit mit Kürbiskernenöl (wunderbar erdig und sahnig). Und auch Veganer kommen hier auf den Geschmack, wird doch ein grosses Angebot an veganischen Eissorten angeboten. Besonders bemerkenswert: Neben der Biomilch und den frischen Zutaten, finden sich keinerlei künstliche Aromen, Zusatzstoffe und Farbstoffe im Eis.

Wien Juli 2014 VIII

 

Schöne Perle 

Was?! Kein Wienerschnitzel? Doch doch, natürlich gab es am letzten Tag vor unserer Abreise auch noch ein echtes Schnitzel und zwar in der „schöne Perle“ im 2. Bezirk. Das Restaurant ist ganz einfach gehalten, mit einem grossen Aussensitzplatz und guter Hausmannskost, ohne grosses Drumherum.


Aber natürlich gibt es in Wien nicht nur leckeres Essen. Und wer so viel isst, sollt sich auch genügend bewegen. So haben wir die Stadt mehrmals zu Fuss und auch auf dem Fahrrad (die man übrigens an diversen Standorten für wenig Geld mieten kann) durchquert. Folgende Sehenswürdigkeiten können wir Euch deshalb ebenfalls empfehlen.

Naschmarkt (6. Bezirk)

Wien Juli 2014 IX

Ein Paradies für alle Foodies. Reihe an Reihe gliedern sich hier gemütliche Restaurants, Läden bis an die Decke gefüllt mit frischen Lebensmittel und kleine Kramladen. Für die typische Marktstimmung sorgen die unzähligen Händler, die ihre Waren den vorbeiziehenden Touristen anpreisen. Hie und da lohnt es sich auch tatsächlich einen kleinen Zwischenstopp einzuhalten. Zum Beispiel bei dem freundlichen, jungen Herrn, der sein Wienerbier verkauft (zugegeben der Preis ist etwas hoch), oder dem türkischen Gewürzhändler, der Gewürze aus jeder Ecke der Welt in seinem Sortiment zu haben scheint.

Wien Juli 2014 X

Wien Juli 2014 XI

 

Schönbrunn oder doch lieber Belvedere?

Wien Juli 2014 XII

Wenn man so Glück hat mit dem Wetter wie wir, sollte man sich umbedingt einen der beiden grössten Schlossparks Wiens anschauen (oder sogar beide?). Belvedere, dass im 18. Jahrhundert für Prinz Eugen erbaut wurde, haben wir im Rahmen unserer morgendlichen Joggingrunde besucht. Für den Besuch des Schloss Schönbrunns, welches bereits ein Jahrhundert zuvor entstanden ist, haben wir uns hingegen aber einen halben Tag Zeit genommen. Bei beiden Parks lässt sich unschwer erkennen, dass es sich nicht nur um ein klug angelegtes Naherholungsgebiet für die Hofgemeinschaft, sondern auch um eine klare Demonstration des Reichtums und auch der Macht handelte. Wobei das Schönbrunn aufgrund seiner gigantischen Fläche und dem riesigen Schloss eindeutig als Sieger vom Platz geht. So beinhaltet der Park nicht nur viel Grün, einen imposanten Brunnen und eine hübsche Gloriette auf dem Hügel, sondern auch noch einen eigenen Tierpark und den berühmten Irrgarten, wo sich schon im 17. Jahrhundert die Hofdamen und -herren im Schatten getroffen haben.

Uns hingegen hat aber das etwas bescheidenere Belvedere doch besser gefallen. Auch hier findet sich mitten im Gelände ein toller Brunnen, das Schloss zeigt sich insgesamt etwas verschnörkelter und Touristen hat es hier etwas weniger (aber eben nur etwas).

Wien Juli 2014 XIII

 

Friseur Stufenschnitt

Wien Juli 2014 XIV

Zum Schluss noch zum eigentlichen Grund, wieso wir in Wien waren. Mein Vater ist nämlich Künstler und hat nun die Gelegenheit erhalten, in diesem tollen Friseursalon bei Stefan – dem Eigentümer – eine kleine Auswahl seiner Drucke zu präsentieren. Stefan lädt alle drei Monate einen neuen Künstler ein, seine Werke bei ihm aufzuhängen und bei Gelegenheit sogar an seine Kunden zu verkaufen. Dadurch erhält der Salon alle drei Monate einen völligen neuen Look, genau wie Stefans Kunden (hihi). Bis September findet man nun dort also die Bilder meines Vaters. Wer also bis dahin in Wien sein sollte, sollte umbedingt mal bei Stefan auf einen neuen Haarschnitt und etwas Kunst vorbeischauen.

Wien Juli 2014 XV

- Laura -

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