Polentakuchen mit frischen Pfirsichen

Schlagwörter

, ,

Polentakuchen mit frischen Pfirsichen I

Das Rezept, das ich Euch heute vorstellen möchte, begleitet mich schon den ganzen Sommer. Und da der Sommer sich nun langsam verabschiedet, ist es höchste Zeit, dass ich diesen leckeren Kuchen hier noch veröffentliche. Gefunden habe ich dieses Rezept in einem meiner Lieblingskochbücher von Nigel Slater, “Ripe”. Und zwar war es Frühling, ich hatte eine Menge Rhabarber zu Hause rumliegen und wollte damit ein leckeres Dessert backen. Bei Nigel wurde ich, wie so häufig, fündig.

Die Rhabarber wurde also zu einem Kompott verarbeitet, dass anschliessend in einem Kuchen seine Bestimmung fand. Das ist ja alles nichts weiter besonderes, gibt es doch allerlei solcher “Kompott-Kuchen”. Was dieses Rezept aber vom Rest unterscheidet, ist die Verwendung von Polenta im Teig, der dadurch dem Kuchen einen gewissen Biss verleiht. Meiner Meinung nach die perfekte Grundlage für einen Früchtekuchen. Das Kompott ist seither verschwunden, ersetzt den ganzen Sommer lang durch saisonale Früchte, hauptsächlich aber Steinfrüchte, die für einen solchen Kuchen wie geschaffen zu sein scheinen.

Polentakuchen mit frischen Pfirsichen II

Wo meine Version etwas vom Rezept von Nigel abweicht, ist bei der Wahl der Polenta. Nigel bittet ausdrücklich darum eine grobkörniges Mahlstufe zu verwenden. Nachdem ich im Verlauf dieses Sommers einige unterschiedliche Sorten von Polenta ausprobiert habe, finde ich, dass die feinste Mahlstufe für diesen Kuchen am besten geeignet ist. Da die doch etwas “kurze” Backzeit nicht reicht um die grobkörnige Polenta zu garen, hat man beim Verzehren des Kuchens doch schnell das Gefühl auf Sand rumzukauen. Nicht für alle ein genüssliches Erlebnis. Daher liegt man mit der feinen Polenta doch auf der sicheren Seite.

Rezept für 1 Kuchen (ca.28cm Durchmesser)

aus “Ripe” von Nigel Slater, etwas angepasst 
 
Vorbereitung: 15 min
Ofen: 40 min
 
  • 125g feine Polenta
  • 200g Mehl
  • 1 Löffelchen Backpulver
  • 1 Löffelchen gemahlener Zimt
  • 150g Butter
  • 1 Ei
  • 1 grosszügiger Schluck Milch, gegebenenfalls etwas mehr
  • 3-4 reife Pfirsiche

Den Ofen auf 200°C (Umluft) vorheizen. Eine Backform mit ca. 28cm Durchmesser mit etwas Butter einstreichen und auf die Seite legen. Die Polenta zusammen mit dem Mehl, dem Backpulver und dem Zimt mischen. Die Butter in kleine Stücke schneiden und unter die Polentamischung geben. Mit den Fingern gut zerreiben, so dass eine Art krümliger Teig entsteht. Das Ei mit etwas Milch verquirlen und ebenfalls zum Teig geben. Der Teig zu einer glatten, leicht feuchten Mischung verrühren. Gegebenenfalls noch etwas mehr Milch untermischen.

Den Teig in die Bachform geben und gleichmässig verteilen. Die Pfirsiche halbieren, entkernen und in Stücke schneiden. Die Pfirsichstücke  gleichmässig auf dem Kuchen verteilen und dabei leicht in den Teig drücken (Muster siehe Bilder). Den Kuchen im vorgeheizten Ofen für ca. 40min backen lassen bis der Teig durch ist. Aus dem Ofen nehmen, gleich servieren oder etwas abkühlen lassen (warm schmeckt aber ganz vorzüglich).

- Laura -

Pestobrot Nr. 2 mit eingelegten Tomaten

Schlagwörter

, , , ,

Pestobrot Nr. 2 mit eingelegten Tomaten I

Als Food-Blogger ist man konstant auf der Suche nach neuen Rezepten und am Entwickeln von neuen Gerichten, um seinen Lesern jede Woche etwas Neues bieten zu können. Trotzdem gibt es das ein oder andere Rezept auf das man immer wieder zurückkommt. Bei uns ist dieses Rezept ohne Frage das Pestobrot, welches wir vor etwas mehr als einem Jahr veröffentlich haben. Dieses Rezept ist nicht nur bei unseren Freunden und unserer Familie äusserst beliebt, sondern auch bei unseren Lesern. Ein richtiger „Löffelchen voll Zucker“-Klassiker.

Zeit also diesem Klassiker ein neues Gesicht, bzw. eine neue Füllung, zu geben. Zudem weichen wir auch von der Kranz-Darstellung ab und haben daraus eines dieser trendigen „Auseinanderzieh“-Brote (bitte wundert Euch nicht über den etwas gesuchten Namen, dieser  ist lediglich eine Übersetzung aus dem Englischen „pull apart“) gemacht. Bei diesem Brot werden einzelne Scheiben Teig aneinandergereiht und gebacken, dass man sie anschliessend zum konsumieren wieder leicht auseinander ziehen kann, daher auch der Name.

Pestobrot Nr. 2 mit eingelegten Tomaten II

Als Füllung habe ich eines unserer Lieblingspestos ausgewählt, nämlich ein Pesto aus fein pürierten in Olivenöl eingelegten Tomaten mit ein paar Cashewkernen, Basilikum und natürlich Knoblauch. Leider hat mein Pürierstab an diesem Tag etwas gestreikt und dadurch wurde die Masse nicht ganz so fein wie gewünscht. was aber den Geschmack nicht weiter beeinträchtigt hat.

Rezept für 1 Brot

Dauer: 2 Stunden 
 
  • 200g Vollkornmehl
  • 250g Weissmehl
  • 1 Prise Salz
  • 15g frische Hefe
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 2 El Zucker
  • 1 EL Olivenöl
 
  • 1 Glas eingelegte Tomaten (ca. 100g)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50g Cashewkerne, für min. 1 Stunde in Wasser eingelegt
  • 1 Handvoll Basilikumblätter
  • 2-3 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Die beiden Mehle abwiegen und in einer grossen Schüssel zusammen mit dem Salz mischen. In der Mitte eine kleine Mulde formen. Die Hefe im Wasser auflösen und in die Mulde hineingiessen. Das ganze vermengen und gegebenenfalls noch etwas Mehl oder Wasser hinzugeben. Den Zucker und schlussendlich noch das Olivenöl beigeben und die Masse zu einem glatten, elastischen Teig kneten. Mit einem nassen Geschirrtuch bedeckt für ca. 1 Stunde aufgehen lassen.

In der Zwischenzeit das Pesto vorbereiten. Dazu die eingelegten Tomaten abtropfen lassen und zusammen mit den restlichen Zutaten mit einem Pürierstab fein pürieren.

Pestobrot Nr. 2 mit eingelegten Tomaten III

Den Ofen auf 200°C (Umluft) vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche möglichst zu einem ca. 1cm dicken Quadrat ausrollen und anschliessend mit dem Pesto bestreichen. Jeweils ca. 10cm breite Streifen schneiden und diese dann aufeinander legen. Anschliessend die Streifen wiederum in ca. 10cm grosse Stücke schneiden und die in einer Kastenform hintereinander einreihen. Im Ofen für ca. 30 Minuten ausbacken lassen. Die grosse Schwierigkeit bei diesem Rezept besteht darin, die Aussenseite nicht allzu stark zu backen und das Innere nicht zu wenig zu backen, darum evt. die Temperatur während des Backens etwas senken. Aus dem Ofen nehmen und am besten noch etwas lauwarm konsumieren.

Tipp Laura: Beim Testen dieses Rezeptes habe ich eine Backform verwendet, die sich leicht auseinander schieben lässt. Dies passierte dann natürlich auch beim Backen des Brotes, wodurch das Brot ein etwas weniger kompakte Form erhält. Tut aber dem Geschmack keinen Abbruch, ist nur optisch etwas anders.

- Laura -

Erdnussbutter-Müesli-Riegel

Schlagwörter

, , ,

Erdnussbutter-Müesli-Riegel I

Erstmals ein herzliches Dankeschön für all die lieben Kommentare zu unserem 2.Blog-Geburtstag. Es tut unglaublich gut zu sehen, dass das was wir hier auf dieser kleinen Seite auch draussen in der grossen , weiten Welt gut ankommt. Das motiviert uns, auch in Zukunft Gas zu geben.

Nun zum heutigen Rezept. Nachdem der Sommer sich sehr launisch zeigt, verzichte ich heute auf ein saisonales Rezept und zeige Euch einen Snack für zwischendurch, der man wirklich das ganze Jahr über geniessen kann. Bereits vor einem Jahr haben wir im Rahmen der Tour-de-France einen Müesli-Riegel vorgestellt, der zu vielen positiven Reaktionen geführt hat. Darum doppeln wir heute mit einem weiteren Riegel-Rezept nach.

Hauptdarsteller in dieser Version ist der Erdnussbutter. Ich liebe Erdnussbutter und verwende ihn darum auch immer wieder gerne beim Kochen. Ihn aber in diesem Riegeln zu verarbeiten war gar nicht so einfach und hat einige Testversuche gebraucht. Mit dem Endresultat bin ich aber sehr zufrieden. Müesli-Riegel sind der perfekte Begleiter, wenn man morgens mal keine Zeit für ein anständiges Frühstück hat oder wenn einem nach dem Sport der Heisshunger überfällt. Gut eingepackt kann man diese Riegel bis zu einer Woche lagern.

Erdnussbutter-Müesli-Riegel II

Rezept für 6-8 Riegel

Dauer: 30 Minuten 
Abkühlen: 1 Stunde 
 
  • 1 Eiweiss
  • 125g Erdnussbutter, mit Stückchen
  • 20g brauner Zucker
  • 60g Honig
  • 180g Haferflocken
  • 40g Mandeln, gehackt
  • 20g ungesalzene Erdnüsse, gehackt
  • 30g Butter, geschmolzen
  • 40g getrocknete Cranberries, gehackt

Den Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Das Eiweiss in einer grossen Schüssel aufschlagen und die Erdnussbutter daruntermischen. Den Honig und Zucker ebenfalls zugeben und weiter mischen. Die Haferflocken und die verschiedenen Nüsse zusammen mit der geschmolzenen Butter dazugeben und alles gut mischen. Zum Schluss noch die Cranberries dazugeben.

Eine feuerfeste Form (ca. 10 x 20cm) mit etwas Butter einstreichen und die Masse darin gleichmässig ca. 2-3cm dick verteilen. Im Ofen für ca. 15 Minuten backen lassen, dabei darauf achten, dass die Haferflocken nicht zu braun werden und die Masse zu sehr austrocknet. Aus dem Ofen nehmen und 1 Stunde abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und in gleichmässige Stücke schneiden. Die Riegel können je nach Bedarf in einer luftdichten Schachtel gelegt oder mit etwas Frischhaltepapier eingepackt werden.

Erdnussbutter-Müesli-Riegel III

- Laura -

Happy Birthday – „Löffelchen voll Zucker“ wird 2!!!

Schlagwörter

, , ,

Und wieder ist ein Jahr vergangen. Ein Jahr, das vor allem auch bei uns im Privaten zu ein paar schönen Veränderungen geführt haben, die sicherlich auch auf dem Blog einen Einfluss hatten. So sind wir zum Beispiel in eine gemeinsame Wohnung gezogen, Laura hat das Studium beendet und ihren ersten Job in Angriff genommen und Valerio hat sich ein Jahr Auszeit vom Studium gegönnt und praktische Erfahrung in diversen Firmen gesammelt.

Auf dem Blog selber hat sich aber auch was getan: Langsam aber sicher finden wir immer mehr unseren eigenen Stil, sowohl was die Auswahl der Rezepte, das Schreiben, wie auch das Fotografieren angeht. So ist Laura zum Beispiel immer sehr glücklich, wenn Valerio als Modell hinhält. Neben dem Blog sind wir auch auf den sozialen Plattformen immer präsenter. Mit Instagram haben wir zudem ein neues Medium entdeckt, dass uns wirklich viel Freude bereitet und auch oft Inspirationen liefert.

Trotzdem ist das Bloggen nicht nur von Hochs begleitet. Öfters als noch im letzten Jahr wurden wir von „Blogger-Kollern“ heimgesucht, die schliesslich auch dazu geführt haben, dass insgesamt weniger Beiträge veröffentlicht wurden als noch im ersten Jahr. Mit den veröffentlichen Rezepten sind wir aber insgesamt sehr zufrieden. Ein Highlight dieses Jahres war ganz bestimmt, das Zusammenstellen eines kleinen Kochbuchs für unsere Familien und Freunden an Weihnachten. Das Buch ist übrigens immer noch auch für Interessierte über blurb.de erhältlich.

Um auch dieses Jahr für Euch etwas zusammenzufassen, haben wir uns an das gleiche Muster wie letztes Jahr gehalten. Ausserdem haben wir zur Feier des Tages wieder einmal die Blogroll  und das Über uns erneuert.

Top Beiträge

Rote-Beete-Hummus mit selbstgemachtem Knäckebrot MINISchokoladen-Kardamom-Panna cotta MINIErbsen-„potstickers“ mit süsser Sojasauce MINI

Wie immer ist es nicht ganz einfach, aus so vielen Rezepten drei Favoriten auszuwählen. Nach langem Hin und Her haben wir uns schliesslich für diese drei Rezepte entschieden:

Rote-Beete-Hummus mit selbstgemachtem Knäckebrot: Keine Frage dieses Rezept ist optisch ein echter Hingucker, mit diesem wunderschönen Rot des Hummus. Aber dies war nicht der ausschlaggebende Punkt, warum wir uns für dieses Rezept als einer unserer Favoriten entschieden haben. Vielmehr waren es die Kombination von Hummus mit Roter Beete und dem selbstgemachtem Knäckebrot, die wunderbar zusammen harmonieren. Und wenn eine Geschmackskombination so geglückt ist, darf man ruhig auch mal etwas stolz sein.

Schokoladen-Kardamom-Panna cotta: Wie des öfteren erwähnt, lieben wir Panna cotta. Darum gehört dieses Süssspeise ohne Frage ebenfalls in die Top Drei dieses Jahres. Die Version für die wir uns entschieden haben, ist diejenige mit Schokolade und Kardamom, die wir im letzten Winter vorgestellt haben. Ein superleckeres, eifaches Rezept, dass nicht nur uns begeistern wird.

Erbsen-„Potstickers“ mit süsser Sojasauce: Ebenfalls eines der Highlights dieses Jahres, waren dieses leckeren „Pfannenkleber“ mit Erbsen und viel Thaibasilikum. Es braucht nicht immer ausgefallene Geschmackskombinationen um ein gutes Gericht herbeizuzaubern und dieses Rezept demonstriert das klar. Perfekt für ein unkompliziertes Abendessen zu zweit.

Flop Beiträge

Peperoni aus dem Ofen mit Ricotta MINIMaisbrot mit Federkohl und einem Apfelchutney MINILebkuchen Kekse MINI

Eine der wohl erfreulichsten Änderungen auf dem Blog ist die Tatsache, dass es dieses Jahr sehr schwer war, drei Rezepte als „Flops“ zu nominieren. Die Rezepte die es schliesslich auf diese eher weniger ruhmvolle Liste geschafft haben, wurden meist nicht aufgrund ihrer Qualität ausgewählt, sondern mehr weil wir mit der Darstellung des Gerichts nicht so glücklich waren.

Peperoni aus dem Ofen mit Ricotta: Der einzige Grund, wieso sich dieses Rezept hier wieder findet, ist dass wir uns davon einfach ein bisschen mehr erhofft haben. Trotzdem ist das Ergebnis wirklich sehr schmackhaft und eignet sich hervorragend als leichte Mahlzeit.

Maisbrot mit Federkohl und einem Apfelchutney: Eigentlich ein wirklich tolles Rezept, an dem wir grosse Freude hatten. Umso enttäuschender, dass die Fotos gar nicht gelingen wollten und das Rezept somit etwas hängen lassen.

Lebkuchen Kekse: Wohl das einzige Rezept, welches ich so nicht mehr auf dem Blog publizieren würde. Obwohl die Kekse sicherlich nicht schlecht waren, entstand das Rezept lediglich aufgrund des Gedankens, wieder einmal Kekse veröffentlichen zu müssen. Das kann einfach nicht funktionieren, wenn das Herzblut fehlt. Grosser Pluspunkt aber: die Kekse sind wirklich extrem lang haltbar, haben wir doch sicherlich 3 Monate lang davon verzehrt.

Schön sind wir auch anderen aufgefallen 

Wie immer freuen wir uns unglaublich fest, wenn wir Anfragen erhalten, ob unsere Rezepte auch auf anderen Seiten veröffentlicht werden dürfen. Ob wir dadurch unsere Leserschaft vergrössern können, ist eigentlich nur nebensächlich. Dieses Jahr haben wir uns über folgende Publikationen ganz besonders gefreut:

sweet homefürsie.debrigitte.de

Ausblick auf das nächste Jahr

Die aufmerksamen Leser unter Euch werden sicherlich schon bemerkt haben, dass wir vor kurzem eine neue Kategorie aufgeschaltet haben: Unter „Unterwegs“ wollen wir auch in Zukunft mehr über Events, Restaurantbesuche, Reisen etc. schreiben. Auch haben wir die Kategorie „Kochbücher“ in letzter Zeit etwas vernachlässigt. Dies sollte sich nun bald wieder ändern.

Zum Schluss möchten wir uns bei all unseren Lesern bedanken! Bloggen wäre nur halb so schön ohne Eure Kommentare und Eure Unterstützung. Wir würden uns deshalb sehr freuen, wenn ihr uns unten einen Kommentar hinterlässt, was Euch dieses Jahr so gefallen hat und was eher weniger. Seit ihr zufrieden mit der Häufigkeit der Beiträge und mit den ausgewählten Rezepten? Hat ihr vielleicht ein Wunschgericht, welches wir hier einmal veröffentlichen sollten?

Auf ein weiteres, spannendes Jahr.

- Laura & Valerio -

Himbeer-Buchweizen-Porridge

Schlagwörter

, , , ,

Himbeer-Buchweizen-Porridge I

Ich habe einen neuen Job! Seit dem 1. August darf ich mich Sport- und Ernährungsberaterin einer Privatklinik hier in Zürich nennen. Einen neuen Job haben, bedeutet neue Herausforderungen, neue Leute kennenzulernen und in meinem Fall, am Morgen viel weniger Zeit zum Frühstücken zu haben. Da ich allgemein eher ein Frühstücksmuffel bin und Brot so früh am Morgen nicht mag, habe ich mich über verschiedene, gesunde Frühstücksvarianten informiert.

Ein Rezept, das zur Zeit etwas die Runde macht im Internet, hat mich besonders begeistert. Und zwar handelt es sich dabei um eine Art “Porridge” aus Buchweizen und Walnüssen, die zusammen mit etwas Orangensaft und einer Frucht nach Wahl zu einer feinen Masse püriert werden. Angerichtet wird das Ganze mit frischen Früchten oder sogar etwas Müsli wenn man möchte.

Nachdem ich mich bereits durch einige Versionen dieses “Porridges” getestet habe, hat sich diese Variante als meinen Favoriten behauptet. Dabei werden Himbeeren – frisch oder gefroren – verwendet. Das Schöne an diesem Rezept ist, man kann es gut am Abend zuvor vorbereiten und auch eine grössere Portion machen, die dann über einige Tage sich hält. Damit lässt sich der zeitliche Aufwand am Morgen um einiges einschränken und kann vielleicht sogar etwas länger schlafen.

Himbeer-Buchweizen-Porridge II

Rezept für 2 Personen

Dauer: 15 Minuten 
 
  • 250g Buchweizen, für min. 1h in etwas Wasser eingelegt (siehe Tipp Laura)
  • 50g Walnüsse, für min. 1h in etwas Wasser eingelegt (siehe Tipp Laura)
  • 1 Orange, Saft
  • ca. 100g Himbeeren, frisch oder gefroren
  • 1 Löffelchen Honig oder Agavedicksaft (optional)
  • 1 Handvoll frische Früchte, hier: Kirschen und Himbeeren
  • 1 Löffelchen Blütenpollen (optional)

In einem Mixer die Buchweizen und die Walnüsse zusammen mit dem Saft einer Orange und den Himbeeren zu einer feinen Masse pürieren. Gegebenenfalls mit etwas Agavedicksaft oder Honig süssen. Auf zwei Gläser aufteilen. Die Früchte gut waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Auf dem “Porridge” anrichten. Falls erwünscht mit etwas Blütenpollen bestreuen.

Himbeer-Buchweizen-Porridge III

Tipp Laura: Die Buchweizen und die Walnüsse sollten für min. 1h in etwas Wasser eingelegt werden, am besten mit ein bisschen Essig. Das hilft die Nüsse etwas verdaulicher zu machen.

- Laura -

Báhn mì mit Auberginen

Schlagwörter

, , , , , , , ,

Báhn mì mit Auberginen I

Irgendwie schon verrückt: Dann hat man all diese tollen Sommerrezepte für Euch vorbereitet und dann regnet es die ganze Zeit und man sehnt sich mehr nach einer warmen Suppe oder einem deftigem Lammeintopf. Nun ja, das kann ich Euch heute leider nicht bieten, denn eigentlich möchte ich viel lieber über Báhn mì sprechen.

Báhn mì kommt aus dem Vietnam und bedeutet eigentlich nicht anderes als Brot. Dort wurde das erste Brot während der Kolonialisierung der Franzosen eingeführt und – wenn überrascht es – dies hauptsächlich in der Form von Baguette. Heutzutage wird vor allem in der westlichen Welt unter dem Begriff ein “vietnamesisches Sandwich” verstanden. Ein Sandwich gefüllt mit frischen Zutaten, mal mit Fleisch, mal nur mit Gemüse, etwas Aioli (ebenfalls ein Rückbleibsel der Franzosen) und vielen Kräutern. Tönt doch wunderbar und eigentlich perfekt für den Sommer…

Báhn mì mit Auberginen II

In meiner Version habe ich marinierte Auberginen verwendet, die in einer leicht süsslich-scharfen Marinade eingelegt und anschliessend in einer Bratpfanne angebraten werden. Dazu gibt es eingelegtes Gemüse (Pickles) und eine „gefälschte Aioli“. Und zwar habe ich mich gegen das Original entschieden, weil ich einfach kein grosser Mayonnaise-Fan bin. Frische Kräuter und etwas Chili runden das Sandwich perfekt ab.

Rezept für 4 Personen

Zubereitung: 30 Minuten
Kühlschrank: mind. 1 Stunde (am besten über Nacht)
 
Pickles
 
  • 1-2 Karotten, geschält
  • 1/2 Gurke
  • 1 Handvoll Radieschen
  • 120ml weisser Essig
  • 50g Rohrzucker
  • Salz
„Aioli“
 
  • 1 kleiner Becher griechisches Joghurt
  • 1 Knoblauchzehe, in ganz feine Würfel geschnitten
  • 1 Zitrone, Schale und ca. die Hälfte des Saftes
  • Salz
Auberginen
 
  • 3 EL Ketchup Manis
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 Löffelchen Sambal Oelek (Ersatzweise: Sriracha-Sauce)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 3 EL Wasser
  • 1 Aubergine, in runde Scheiben geschnitten
des weiteren
 
  • 1 grosses Baguette (oder 4 kleinere)
  • 1 Handvoll Koriander, Blätter abgezupft
  • 1 rote Chilischote, Kernen entfernt und in Scheiben geschnitten

Für die Pickles, die Karotten und die halbe Gurke mit einem Julienne-Sparschäler in feine Streifen und die Radieschen mit einem Messer in Scheiben schneiden. In einer kleinen Schüssel den Essig, den Zucker und etwas Salz so lange verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Gemüse in ein Glas geben und mit der Essigmischung übergiessen. Im Kühlschrank für min. 1 Stunde ziehen lassen (am besten über Nacht).

Für die „Aioli“ alle Zutaten zusammenmischen und ebenfalls auf die Seite stellen.

Um die Marinade für die Auberginen herzustellen, alle Zutaten (ausser der Aubergine) in einer kleinen Schale vermengen und abschmecken. Die Sauce sollte leicht scharf und etwas süsslich sein. Die Auberginenscheiben in einem flachen Behälter auslegen und die Marinade darüber giessen. Für min. 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.

Báhn mì mit Auberginen III

Die Auberginen aus dem Kühlschrank nehmen und in einer Bratpfanne anbraten, bis sie durch sind (Achtung: die Pfanne nicht zu heiss werden lassen, sonst brennt die Marinade schnell an). Das Baguette in 4 Stücke teilen, aufschneiden und alle Hälften mit der „Aioli“ einstreichen. Die Auberginen darauflegen, dann die Pickles darauf drapieren und zum Schluss noch etwas Koriander und je nach Verträglichkeit mit  Chilischoten bestreuen. Sofort servieren.

Tipp Laura: Wer keinen Julienne-Sparschäler besitzen sollte, kann mit Hilfe eines normalen Sparschälers feine Scheiben von Karotten und Gurken abschneiden und diese anschliessend mit einem scharfen Messer weiter in feine Streifen schneiden.

Tipp Valerio: Natürlich kann man das gefälschte Aioli auch mit einem echten Aioli ersetzten. Das Rezept dazu findet ihr hier.

- Laura -

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 283 Followern an