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Muffins mit Rhabarber-Kompott I

Am Anfang jedes neuen Beitrags für dieses Blog steht ein Bild im Kopf und ein Kribbeln im Bauch. Ein Bild, weil ich gelernt habe immer mehr nach Bildern zu kochen, schliesslich schreibe ich ja einen Foodblog und das Auge isst gerne mit. Ein Kribbeln im Bauch, weil ich immer unglaublich nervös bin, diese Vorstellungen und Bilder in die Tat umzusetzen. Die Resultate können unterschiedlicher nicht sein: manchmal bin ich am Boden zerstört, weil das Resultat nicht ganz dem Bild im Kopf entspricht und manchmal bin ich einfach nur überrascht, wenn die Realität das Bild im Kopf in den Schatten stellt. So war es auch bei der Vorbereitung zu diesem Beitrag.

Rhabarber find ich ein ganz tolles Gemüse. Nein nein, ihr habt euch nicht verlesen, Rhabarber gehören tatsächlich zur Familie der Gemüse, werden aber viel öfters, auch wegen ihrem hohen Zuckergehalt, wie ihre Cousins aus der Obstabteilung behandelt und verarbeitet. Für mich ist der Rhabarber so was wie der Vorbote von all den neuen aufregenden Dingen, die uns im Frühling und Sommer erwarten. Eine frische Brise, wenn man langsam aber sicher genug hat, von all den Äpfeln und Birnen. Vergessen wir also den letzten Schnee, die nassen Tage und die grauen Wolken! Es ist Rhabarberzeit!

Muffins mit Rhabarber-Kompott II

Rhabarber wollen vor allem eins: eingekocht werden. Dadurch verlieren sie ihre Härte und können ihre Süsse freisetzten. Dank dem ebenfalls sehr hohen Gehalt an Zitronensäure schmecken sie auch leicht säuerlich. Ich habe mich für ein klassisches Rhabarberkompott entschieden. Dieses lässt sich auf verschiedenste Weise einsetzten. Auf Waffeln, zu Kuchen oder verarbeitet in einem feinem Gebäck. Das Rezept zu meiner Lieblingsvariante findet ihr hier unten.

Rezept für 1 Glas Rhabarberkompott und 12-14 Muffins

Zubereitung: 30 Minuten 
Ofen: 30 Minuten
 
Muffins mit Rhabarber-Kompott III
 
Rhabarberkompott
 
    • 4-5 Stangen Rhabarber
    • 2-3 EL Honig
    • 20g Butter

Die Rhabarber gut waschen und in ca. 2cm grosse Stücke schneiden. Zusammen mit dem Honig und dem Butter in eine kleine Pfanne geben und aufkochen lassen. Evtl. 2-3 EL Wasser zugeben. Die Hitze reduzieren. Weiterköcheln lassen, bis die Rhabarber weich sind und das Kompott eine dickliche Konsistenz hat. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. In ein Konfiturenglas geben, gut verschliessen und in den Kühlschrank stellen. So hält es sich für mehrere Wochen.

Muffins
 
    • 190g weiche Butter
    • 190g brauner Zucker
    • 3 Eier
    • 40g Weissmehl
    • 100g Buchweizenmehl
    • 50g gemahlene Mandeln
    • 1 Löffelchen Backpulver
    • 1 Prise Salz
    • 2-3 EL Vollmilch
    • 150g Rhabarberkompott
    • 1 Handvoll Mandelplättchen

Den Ofen auf 150° (Umluft) vorheizen. In einer Schüssel die Butter zusammen mit dem Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier zugeben bis eine cremige Masse entsteht. Kurz auf die Seite stellen.

In einer weiteren Schüssel, die Mehle, die Mandeln, das Backpulver und eine Prise Salz gut vermischen. Portionenweise unter die Eiermischung geben und immer wieder zu einem glatten Teig rühren. Sollte der Teig nicht glatt genug sein, etwas Milch hinzugeben. Wenn der Teig glatt genug ist, das Rhabarberkompott darunterheben. Mit einer Holzkelle 2-3 mal den Teig unterheben, aber nicht komplett vermengen.

Eine Muffinform mit Papier-Backförmchen auslegen und jeweils 1-2 EL Muffinmischung in die Förmchen geben. Dabei sollten die Förmchen zu ca. ⅔ mit Teig gefüllt werden. Mit den Mandelplättchen bestreuen und für ca. 25-30 Minuten in den Ofen geben, bis die Muffins durch sind. Zur Garprobe ein hölzernes Stäbchen in die Mitte des Muffins stecken. Wenn beim Herausziehen kein Teig mehr daran kleben bleibt, sind die Muffins durch. Aus dem Ofen nehmen und gleich verzehren oder in einer luftdichten Schachtel für später aufheben.

Muffins mit Rhabarber-Kompott IV

Tipp Laura: Heute mal kein Tipp, aber ein Hinweis. Wer etwas überrascht über die Farbe des Rhabarberkompotts ist, dem möchte ich hier versichern, dass keine Lebensmittelfarben mit im Spiel waren. Ich selbst war etwas überrascht darüber, wie pink das Kompott wurde. In meiner Erinnerung haben Rhabarberkompott meist eine leicht grün-bräunliche Farbe. Würde mich sehr interessieren, wie das bei euch jeweils aussieht.

– Laura –

Übrigens: mit diesem Rezept machen wir beim Blogevent von Küchenplausch mit. Schaut doch mal vorbei, dort dreht sich alles um die Rhabarber..

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