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Echte indische Pekoras mit Zwiebeln
 
Hallo zusammen. Während Valerio und ich unsere Osternferien im Piemont geniessen, haben wir meine Mutter Monique eingeladen einen Gastbeitrag für diese Seite zu schreiben. Monique ist Reisejournalistin und jettet um die ganze Welt auf der Suche nach neuen Abenteuern und Destinationen. Der Kulinarik ist sie natürlich auch nicht ganz abgeneigt. Mehr von ihren Reisen findet ihr auf ihrem Reiseblog Voyage Voyage. Schaut doch mal vorbei.
 
 
Echte indische Pakoras mit Zwiebeln IV

Ich liebe Indien. Das Land mit dem funkelnden Himmel, den tausendundeinen Düften und den vollgestopften Strassen hat es mir angetan.  Sobald ich auf indischen Boden stehe, bin ich glücklich. Was ich am liebsten mag, kann ich nicht sagen. Die Stimmung? Die Menschen? Die vielen liebenswerten Absurditäten? Das Essen? Sehr wahrscheinlich alles zusammen und immer wieder das Essen. Davon habe ich mir jetzt ein Stück mit nach Hause genommen: Auf meiner letzten Reise besuchte ich in Udaipur, dem kleinen, weissen Städtchen am Pichhola-See, einen Kochkurs. Und fand mich in der kleinen blauen Küche von Sashi wieder, die laut Reiseführer „Lonely Planet“ und der Internetbewertungsplattform „Tripadvisor“ die beste Köchin von Udaipur ist.

Die Frau, keine 1.60 Meter gross, strahlt die Energie und die Kraft eines Berges aus, kocht wunderbar warmherzig und unterrichtet in ganz eigenem Stil – eine unwiderstehliche Mischung aus Charme und Autorität. Sie gefiel mir auf Anhieb.

Echte indische Pakoras mit Zwiebeln III

Im Laufe des Abends – der Kurs dauert fünf Stunden – zeigte sie uns nicht nur, wie man verschiedene, einfache Spezialitäten aus dem Staat Rajasthan zubereitet, sondern wir lernten auch die unterschiedlichen Gewürze und ihre vielseitige Anwendungen kennen. Sashi pflanzt ihre Gewürze selber an. In den Wintermonate reist sie jeweils zu ihrer Mutter aufs Land, wo sie die verschiedenen Kräuter erntet und sie zu Gewürze verarbeitet, die sie entweder pur oder als Mischungen verkauft. Ich war davon so begeistert, dass ich beim Einkaufen wohl ein bisschen übertrieben haben. Die verschiedenen Säckchen fühlten schliesslich meinen halben Koffer! Die verwenden Laura und ich nun fast täglich. Wir experimentieren, probieren und geniessen. Gemüsecurry, Aubergine und Tomaten Masala, Chutneys und, als idealer Snack zum Samstag-Apero, diese Pakoras, die man sowohl mit Zwiebeln wie mit Kartoffeln zubereiten kann. Uns schmecken die mit Zwiebeln lieber. Wir verwenden dafür rote Zwiebeln und kombinieren sie anschliessend mit Rosé-Champagner.

Rezept für 2-3 Personen

Echte indische Pakoras mit Zwiebeln II
 
 
Dauer: 30 Minuten 
 
    • 4 Knoblauchzehen
    • 2cm Ingwer
    • 140g Kichererbsenmehl
    • Salz
    • ½ Löffelchen rotes Chilipulver (kann mit einem frischen Chili ersetzt werden, aber Achtung: Schärfe)
    • ½ Löffelchen gemahlener Koriander (kann auch mit einer Handvoll frischen Kräuter ersetzt werden)
    • 2 Zweige frischer Koriander
    • 1 Prise Fenchelsamen (Die indischen „Prisen“ sind etwas grosszügiger)
    • 1 Prise Oreganosamen
    • 1 Prise Garam Masala
    • 2 EL Olivenöl
    • 400ml Sonnenblumenöl zum Frittieren
    • 2-3 grosse Zwiebeln

Den Knoblauch und den Ingwer schälen und im Mörser zerstampfen und vermischen. Das Kichererbsenmehl in eine Schüssel geben, Salz, Gewürze und Kräuter beigeben, die Knoblauch-Ingwermischung zufügen und mit etwas Wasser (Schluck um Schluck beigeben) zu einem fliessenden Teig vermischen.

Die Zwiebeln in ca. 5mm dicke Ringe schneiden und in den Teig geben. Die Zwiebeln müssen vollständig im Teig verschwinden! Die zwei EL Olivenöl dazu mischen. Alles gut miteinander mischen, so dass die Zwiebeln vollständig mit dem Teig benetzt sind.

Das Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Die Zwiebelringe einzeln hinein tauchen und sie so lange regelmässig drehen, bis sie auf beiden Seiten richtig schön goldig sind. Herausnehmen, sie kurz auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und servieren. Dazu passen verschiedene Sausen, wie Chutneys oder ein Joghurtdip.

Namaste!

Tipp Monique: Für das Rezept kann man fast alle Arten von Gemüse und auch Paneer (indischer Frischkäse) verwenden.

– Monique –

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