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Selbstgemachte Tagliatelle mit Walnuss-Pesto und Rotkohl I

Wenn ich grad mal wieder etwas mehr Zeit zum Kochen zur Verfügung habe und es mich nach frischer Pasta gluschtet, dann nehme ich gerne die alte Pastamaschine meiner Mutter hervor. Das Ding ist älter als ich, quietscht ganz unerträglich, aber funktioniert immer noch bestens. Auch wenn viele selbstgemachte Pasta als hohe Kunst ansehen, mit ein bisschen Übung sind die frischen Nudeln ziemlich schnell zubereitet.

Frische Pasta kann man nur ganz schlecht mit gewöhnlichen Nudeln vergleichen. Sie haben etwas weniger Biss, sind dafür sehr leicht und schmecken viel besser. Ich habe diese Nudeln mit einem „Pesto“ aus gerösteten Baumnüssen und Petersilie verfeinert, welches ich im Übrigen im Mörser hergestellt habe. Dadurch werden die Geschmäcker noch besser aus den Zutaten herausgedrückt und können sich optimal miteinander verbinden. Um dem Gericht noch etwas mehr Biss zu verleihen, hebe ich am Schluss noch eine bisschen Rotkohl darunter.

Selbstgemachte Tagliatelle mit Walnuss-Pesto und Rotkohl II

Rezept für 4 Personen

angelehnt an ein Rezept aus Anna Jones Buch „a modern way to eat“ 

Dauer: 40 Minuten; Kühlschrank: 30 Minuten

Tagliatelle

  • 400g Mehl (hier: 200g Weissmehl + 200g Vollkornmehl)
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz

Pesto

  • 100g Baumnüsse (geschält)
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Bund frische Petersilie, kraus
  • 3 EL Olivenöl
  • 50g Parmesan. fein gerieben

dazu:

  • 1/2 Kopf frischer Rotkohl, in feine Scheiben geschnitten
  • 1/2 Zitrone, Saft

Für die Pasta, die beiden Mehle miteinander vermischen und auf einer Arbeitsfläche aufhäufen. Mit einem Holzlöffel eine Mulde in der Mitte bilden. Die Eier dort hineingeben und mit einer Gabel verquirlen. Nach und nach mehr Mehl zu den Eier geben und gut vermengen. Das Ganze anschliessend mit den Händen zu einem festen Teig kneten (das kann auch etwas länger dauern). In eine Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank für ca. 30 Minuten durchziehen lassen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in einer Pastamaschine ausrollen (eine genaue Anleitung dazu findet ihr hier). Anschliessend mit einem scharfen Messer in ca. 1cm dicke Nudeln schneiden. Mit etwas Reismehl bestreuen, so dass die Nudeln nicht zusammen kleben. Eine grosse Pfanne Wasser auf den Herd stellen und das Wasser zum Sieden bringen.

Selbstgemachte Tagliatelle mit Walnuss-Pesto und Rotkohl III

Während man wartet, bis das Wasser zu kochen beginnt, kann man das Pesto herstellen. Dafür in einer Bratpfanne die Baumnüsse kurz anbraten. Diese anschliessend in einem Mörser zusammen mit der Knoblauchzehe und einer Prise Salz zerstossen, bis eine leicht grobkörnige Paste entsteht. Die Petersilie fein schneiden, zu den Nüssen geben und ebenfalls zerstossen. Dann noch das Olivenöl und den Parmesan hinzugeben und alles gut vermischen.

Wenn das Wasser zu sieden beginnt, die Temperatur etwas reduzieren und die frische Nudeln hineingeben. Für ca. 3-4 Minuten garen lassen und dann das Wasser abschütten. In einer grossen Schüssel die Nudeln mit dem Pesto vermengen, etwas Zitronensaft darüber giessen und den Rotkohl unterheben. Mit frisch geriebenem Parmesan sofort servieren.

Tipp Laura: Wer keinen Mörser zur Verfügung kann das Pesto natürlich auch mit einer herkömmlichen Küchenmaschine oder einem Haxler herstellen. Dabei sollte man beachten, die Nüsse nicht allzu sehr zu verkleinern, dass sie doch noch etwas Biss behalten sollen.

– Laura –

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