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Schwedische Safranbrötchen

Wenn ich an Weihnachten denke, dann denke ich an das Zusammensein der Familie, die vielen Geschenke und an den geliebten Plastikbaum meiner Mutter. Aber ich denke auch an ein Fest voller Traditionen und Gebräuchen. Neben den bekannten und zum Teil auch kommerziell ausgeschlachteten, hat jede Familie ihre eigenen, denen jedes Jahr wieder von neuem nachgegangen werden. Und genau dies macht doch den Zauber dieses Festes aus: Das immer gleiche Muster, die immer wieder auftauchenden Gerichte und die Vorfreude auf die altbekannte Weihnachts-CD von Elvis, die sicherlich die ganze Zeit laufen wird.

Valerio und ich feiern dieses Jahr bereits zum zweiten Mal zusammen Weihnachten und sind daher langsam daran, unsere eigenen Traditionen aufzubauen. Letztes Jahr jedoch stand bei uns in der Wohnung weder ein Weihnachtsbaum, noch hing Weihnachtsdekoration in den Fenstern. Auch sonst erinnerte nicht viel in unserer Wohnung an die Feierlichkeiten. Doch dieses Jahr möchte ich das ganz bestimmt ändern.

Heute möchte ich Euch genau in diesem Sinne der Traditionen folgendes Rezept vorstellen. Dabei handelt es sich weder um ein altes Traditionsrezept meiner Familie, noch eines aus der Schweiz. Sondern es ist ein Rezept aus dem hohen Norden, genauer gesagt aus Schweden. Dort wird jedes Jahr am 13. Dezember das Fest der Heiligen Lucia gefeiert. Und bei dieser Gelegenheit werden die Öfen angeschmissen um diese herrlichen Safranbrötchen (Lussekatt) zu backen.

Schwedische Safranbrötchen II

Rezept für ca. 15 Stück

Zubereitung: 1.5 Stunden; Ofen: 6-8 Minuten

  • 1 EL Trockenhefe
  • 1 Prise Salz
  • 50mg Safranpulver
  • 60g Butter
  • 250ml Milch (ich habe Sojamilch verwendet)
  • 6 EL Honig
  • 5 EL Joghurt
  • 200g Vollkornmehl
  • 300g Weissmehl
  • 1 Handvoll getrocknete Cranberries / Rosinen
  • 1 Eigelb

Die Trockenhefe zusammen mit dem Salz und dem Safranpulver in einer grossen Schüssel mischen und auf die Seite stellen. Die Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen und anschliessend die Milch, den Honig und das Joghurt daruntermischen und nochmals etwas erhitzen (sollte lauwarm sein). Anschliessend über die Hefemischung geben und diese gut auflösen. In einer weiteren Schüssel die Mehle vermischen und nach und nach zur feuchten Mischung geben. Mit einem Holzlöffel den Teig verrühren bis dieser von Hand weitergeknetet werden kann. Zu einem glatten Teig kneten und in der Schüssel für mindestens 1 Stunde gehen lassen, bis der Teig die doppelte Grösse erreicht hat.

Schwedische Safranbrötchen III

Den Ofen auf 220°C (Umluft) vorheizen. Auf einer bemehlten Oberfläche den Teig zu einer langen Rolle ausrollen. Diese in ca. 15 gleich grosse Portionen unterteilen. Die einzelnen Portionen nochmals etwas durchkneten und dann in eine ca. 1cm dicke Schlange ausdehnen. Von beiden Enden her die Schlange in entgegengesetzter Richtung einrollen. Auf ein mit Backpapier ausgekleidetem Backblech legen und nochmals etwas gehen lassen. Mit den restlichen Teigportionen gleich verfahren. Vor dem Backen, die Brötchen mit etwas Eigelb bestreichen und die Cranberries/Rosinen in die Schnecken drücken. Im Ofen für ca. 6-8 Minuten goldbraun backen lassen. Die Brötchen schmecken hervorragend, wenn sie direkt aus dem Ofen kommen. Man kann sie aber auch für einige Tagen in einer luftdichten Schachtel aufbewahren.

Tipp Laura: Ein bisschen habe ich ja schon mit den Traditionen gebrochen, weil ich in meiner Version statt Rosinen getrocknete Cranberries verwendet habe. Ich hoffe mir sei verziehen, aber ich mag Rosinen einfach überhaupt nicht.

Tipp Valerio:  Am 13. Dezember wird zum Lussekatt eine weitere schwedische Spezialität aufgetischt, welche ich euch sehr empfehlen kann: Den Glögg.

– Laura –

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