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Kopenhagen Oktober 2014 I

Wenn ich an Kopenhagen denke, denn schwillt mein Herz sogleich an. Vor drei Jahren waren Valerio und ich im Sommer zum ersten Mal dort und ich habe mich sogleich in diese Stadt verliebt. Die Nähe zum Meer, die tolle Architektur und die vielen grossen Parks begeisterten mich sofort. Zu Fuss entdeckten wir die Stadt, in unseren ausgedehnten Spaziergänge durch alle Viertel, und waren sehr angetan vom lockeren Lebensstil der Dänen. 

Als ich dieses Jahr etwas kurzfristig ein paar Tage frei nehmen musste, war mir sofort klar wohin es gehen sollte. Also fragte ich meine Schwester, die in Amsterdam wohnt, ob sie nicht Lust hat mich in Kopenhagen zu treffen. Sie hatte und so organisierte ich schnell eine kleine Wohnung und meinen Flug. Dieses Mal sollte aber alles anders kommen, denn dieses Mal meinte es das Wetter nicht so gut mit uns. Während den vier Tagen, die wir dort verbrachten regnete es praktisch ununterbrochen. Es wurde also nichts mit den langen Spaziergängen und den gemütlichen Stunden im Park. Stattdessen nutzen wir die Gelegenheit um von einem Café ins nächste Restaurant zu springen und konzentrierten uns mehr auf die kulinarischen Schätze der Stadt.

Kopenhagen Oktober 2014 II

Wie sich das gehört für ein Foodie, und zu diesen zähle ich mich doch auch langsam, habe ich mich schon im Vorfeld unserer Reise über Einkehrmöglichkeiten informiert. Wie ich ja bereits in einem früheren Beitrag vermerkt habe, ist es ein Traum von mir, einmal im weltbesten Restaurant „Noma“ zu dinieren. Leider muss man dort bereits Monate im Voraus einen Tisch reservieren und da wir ja spontan nach Kopenhagen reisten, mussten wir uns mit der Warteliste zufrieden geben. Nicht weiter tragisch, gibt es doch noch weitere Feinschmecker-Alternativen in Kopenhagen. Eine kleine Auswahl davon möchte ich Euch hier nun vorstellen.

Gastro

 

Höst

Nørre Farimgsgade 41 
 

Kopenhagen Oktober 2014 III

Eine von diesen ist das angesagte „Höst“ im Zentrum der Stadt. Auch hier wird wie im Noma die nordische Küche praktiziert, die hauptsächlich regionale, nordische Produkte verwendet. Das Restaurant verteilt sich auf zwei Stockwerken: Während es im oberen Stock mit den grossen Fenstern und den vielen grünen Pflanzen schön luftig und hell ist, ist es unten im Keller dunkel, warm und sehr gemütlich. Unser Tisch fanden wir nach längerem Irrweg im unteren Stockwerk in einem kleinen Raum, ausgestatten mit vielen Kerzen, Fellen und schweren Vorhängen. Zum Essen gab es ein 3-Gang-Menu inkl. kleinen Überraschungen zwischendurch zum sagenhaften Preis von umgerechnet 50 Schweizer Franken. Das Essen war ausgezeichnet. So gab es zum Beispiel eine selbstgemachte Wurst mit Pulver von verbrannten Zwiebeln und dazu ein Toast mit einem Pilzmousse und einer Pilzsuppe, es gab eine wunderbare Kreation von Hake (das ist ein Fisch), Brokkoli und Sonnenblumenkernenpürée und zum Dessert ein Kamillen-Eis mit Apfelkompott, Gerste, Meringue und Zitronen-Verbana. Der perfekte Ort also für alle Feinschmecker, die den Weg nach Kopenhagen finden (frühzeitige Reservation empfehlenswert). Leider ist mir während unseres Besuchs kein wirklich gutes Bild vom Restaurant selber gelungen, da es schlicht im Keller zu dunkel war. Umso mehr ein Grund sich selber ein Bild machen zu gehen.

 

Lele‘s

Østerbrogade 56
 

Kopenhagen Oktober 2014 IV

Schon bei meinem ersten Besuch in Kopenhagen mit Valerio vor 3 Jahren sind wir am ersten Abend im „Lele’s“ gelandet. Und weil es so gut war, kamen wir auch am letzten Tag vor der Abreise nochmals dort hin. Dieses Mal war dies auch nicht anders. Vielleicht ist das ja meine persönliche Kopenhagen-Tradition, meine dännische Stammbeiz. Dafür gibt es unzählige Gründe: das „Lele’s“ ist unkompliziert, schön gemacht, super günstig und natürlich unglaublich lecker. Die Auswahl der Speisen ist sehr klein und besteht hauptsächlich aus vietnamesischen Gerichten, wie Nudelsuppen, Curries und Frühlingsrollen, die alle frisch hergestellt werden. Das Essen ist leicht bekömmlich, vollgepackt mit Geschmack und kann auch als Take-Away  mitgenommen werden, sollte es in dem doch eher kleinen Restaurant keinen Platz mehr haben.

Kopenhagen Oktober 2014 V

 

Big Willy’s Gourmet Hot Dog

Fœlledrej 15 
 

Kopenhagen Oktober 2014 VI

Als der Regen mal zwischendurch kurz aufgehört hat, haben wir vor dem kleinen Lokal „Big Willy’s Gourmet Hot Dogs“ Platz genommen, gleich neben der gigantischen Hot Dog Figur. Die Hot Dogs werden hier als die besten der Stadt angepriesen und wir wurden auch nicht enttäuscht. Mit dem Hot Dog in einer Hand und einer Cola in der anderen, fühlt man sich dann auch gleich ein wenig als wäre man in Amerika gelandet. Die Cola sollte man dann aber auch schnell wieder abstellen, denn die Hot Dogs sind nicht ganz einfach zu verzehren.

Kopenhagen Oktober 2014 VII

 

Original Coffee 

Nordre Frihavnsgade 2
 

Kopenhagen Oktober 2014 VIII

In Kopenhagen gibt es kleine , gemütliche Cafés wie Sand am Meer. Gleich um die Ecke unserer Wohnung fanden wir das „Original Coffee“, in welches wir dankbar vor dem Regen flüchteten. Der Kaffee war richtig lecker und der Barista gab sich äusserts viel Mühe eine schöne Rose in den Milchschaum zu ziehen. Dies könnte auch der Grund gewesen sein, wieso es doch etwas länger dauerte. Im Café lernten wir dann noch eine typische Kopenhagische Gegebenheit kennen. Und zwar sind solche kleine Beizen gesetzlich nicht dazu verpflichtet eine Toilette den Gästen anzubieten. Wer dringend muss, muss sich also auf die Suche nach einem öffentlichen WC machen.

 

Sehenswürdigkeiten 

Kopenhagen Oktober 2014 IX

Kopenhagen ist eine Stadt, die man möglichst zu Fuss oder auf dem Velo erkunden sollte. Dank dem schlechten Wetter fiel letztere Option für uns aber wortwörtlich ins Wasser. Stattdessen kaufte ich mir ein Paar Gummistiefel und zog so durch die Strassen der Stadt. So kommt man an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei, wie zum Beispiel dem weltberühmten „Nyhavn“ (sehr hübsch), die Aussteigerkommune „Chritsiania“ (find ich persönlich absolut schrecklich) oder dem königlichen Palast (ja, es war sogar jemand zuhause).

Auch eine ganz besondere Art und Weise die Stadt zu erkunden, ist per Kanalboot. Dieses startet in Nyhavn und dreht von dort aus einer Runde vorbei am Opernhaus, den militärischen Anlagen, der Meerjungfrau und wiederum dem königlichen Palast. Am besten bucht man diesen Ausflug gleich am ersten Tag, dann kann man sich anschliessend in aller Ruhe überlegen, was man sich nochmals etwas genauer anschauen gehen möchte.

Kopenhagen Oktober 2014 X

Bei Stadtausflügen mache ich im Reisegepäck auch immer gern etwas Platz für meine Joggingschuhe.  Diese schnüre ich mir dann gerne an, um die Stadt auch noch von einer anderen Seite kennenzulernen. Besonders in Kopenhagen gehört das Joggen um die vielen Teiche eigentlich schon zum Lifestyle. Darum war es auch nicht weiter verwunderlich, dass ich an einem regnerischen Sonntagmorgen um acht Uhr nicht die Einzige war, die um die Kopenhagener Seen trabte.

Kopenhagen Oktober 2014 XI

Alles in allem, und vor allem trotz dem schlechten Wetter, war auch dieser Ausflug echt gelungen. Kopenhagen hat seinen Besuchern viel zu bieten, sei es aus kulinarischer oder kultureller Sicht. Ich kann den nächsten Besuch kaum erwarten…

Übrigens: Letzte Woche waren wir von Parmigiano Reggiano zu einem Koch-Workshop ins „Le chef“ eingeladen worden. Bei diesem Anlass durften wir mit Meta Hiltebrand ein Menu – mit dem „einzig wahren“ Parmesan-Käse als Star – zubereiten. Einige Fotos und eine ausführlichere Zusammenfassung des Abends findet ihr hier.

-Laura-

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