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Ziegenkäse-Tarte mit Feigen I

Bloggen ist für uns Hobbyblogger mit vielen Herausforderungen verbunden, was die Sache ja auch so spannend macht. Gehen wir davon aus, dass wir Food-Blogger mehr oder weniger versierte Köche sind, bleiben da immer noch das Kreieren von neuen Rezepten, das Schreiben von spannenden Texten und natürlich das Fotografieren von tollen Bildern. Über letzteres möchte ich heute etwas sinnieren.

Was das fotografieren angeht, hatte ich nämlich vor dem Starten dieses Bloges nicht wirklich viel Ahnung. Ausgerüstet mit der Kamera meiner Mutter, einer Canon 50D, habe ich mich auf den Weg gemacht das erste Rezept zu fotografieren. Dabei musste ich schnell feststellen, dass eine gute Kamera tatsächlich schon die halbe Miete ist, denn auch wenn ich nicht richtig wusste, was ich genau tat, kamen die Bilder doch ansprechend heraus. Über das letzte Jahr habe ich mich aber immer mehr mit meiner – ja mittlerweile gehört sie tatsächlich mir – Kamera auseinander gesetzt. Ich habe einiges über ISO, Weissabgleich, etc. gelernt und bin nun bemüht dieses Wissen immer mehr umzusetzen.

Neben der richtigen Technik lohnt es sich auch, mit dem Stylen der Rezepten zu befassen. Eine weitere riesige Herausforderung, kann ich Euch sagen. Auch wenn ich die Dekoration gerne minimialistisch halte – schliesslich sollte sich ja alles um das Gericht selber drehen – muss der Kontext doch auch stimmig sein. Dabei kann man mit Unterlagen, Hintergründen und schönem Geschirr etwas spielen. Das Wichtigste dabei bleibt aber: die Bilder müssen möglichst appetitanregend sein und die Leser auf den ersten Blick dazu verführen, das Rezept nachkochen zu wollen. Tatsächlich eine nicht ganz einfache Angelegenheit.

Ziegenkäse-Tarte mit Feigen II

Nun aber zum heutigen Rezept. Hier spiele ich etwas mit einer klassischen Kombination: würziger Ziegenkäse, süssliche Feigen und die etwas herberen Pistazien. Den Käse habe ich einer Art Käsekuchen verarbeiten, der sicher auch mit anderen Weichkäsen funktionieren würde. Die Feigen sind roh und können meiner Meinung nach auch mitsamt der Haut gegessen werden. Natürlich könnte man die Feigen aber auch im Ofen für ca. 10-15 Minuten backen und sogar für etwas zusätzliche Süsse mit flüssigem Honig bestreichen.

Rezept für 1 mittelgrosse Tarte (Durchmesser: 20cm)

Zubereitung: 25 Minuten
Kühlung: min. 30 Minuten
Ofen: 30 Minuten
 
Teig
 
    • 120g Mehl
    • 1 Löffelchen Zucker
    • 1 Prise Salz
    • 50g Butter
    • 1-2 EL eiskaltes Wasser
Füllung
 
    • 100ml Sahne
    • 1 grosses Ei
    • 150g Ziegenfrischkäse
 
    • 5-6 Stück Feigen
    • 1 Handvoll Pistazien

Für den Teig das Mehl mit dem Zucker und etwas Salz in eine Schüssel geben und mischen. Die Butter in kleinen Stücken dazugeben. Den Teig mit beiden Händen gut kneten und gegebenenfalls noch etwas kaltes Wasser darunterheben. Weiter kneten bis ein fester Teig entsteht. In Frischhaltefolie einwickeln und im Kühlschrank für min. 30 Minuten kühlen lassen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und den Ofen auf 200°C (Umluft) vorheizen. Auf einer bemehlten Oberfläche den noch kühlen Teig flach ausrollen und in eine mittelgrossen Tarteform hineinlegen. Die Ränder der Form entsprechend abschneiden. Mit etwas Backpapier bedecken und dieses mit getrockneten Bohnen oder Kichererbsen beschweren. Die Tarteform nun zum Blindbacken für ca. 10-15 Minuten in den Ofen geben, bis der Teig eine leicht goldbraune Farbe annimmt.

Ziegenkäse-Tarte mit Feigen III

In der Zwischenzeit die Sahne, das Ei und den Ziegenfrischkäse gut mischen. Den Tarteboden wieder aus dem Ofen nehmen und das Backpapier samt den getrockneten Bohnen entfernen. Die Eimischung auf den Tarteboden aufgiessen und behutsam wieder in den Ofen geben. Für weitere 15-20 Minuten backen lassen, bis auch die Füllung einen goldbraunen Touch erhält. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.

Die Feigen vierteln und auf der abgekühlten Tarte anrichten. Die Pistazien fein hacken und über die Feigen streuen. Am besten schmeckt die Tarte, wenn sie noch etwas warm ist.

Tipp Valerio: Wie immer können die getrockneten Bohnen für ein weiteres Mal Blindbacken aufbewahrt werden.

- Laura -

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