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Haselnuss-Karotten-Kuchen I

Ich bin kein Freund der Kulinarik unserer Mensa. Die Speisen sind oft sehr fettig, zu stark gewürzt und immer komplett verkocht. Keine Spur von wertvollen Nährstoffen und gutem Geschmack. Was ich aber trotzdem richtig gut finde, ist der Karottenkuchen (oder Rüeblikuchen wie man bei uns in der Schweiz so schön sagt), den sie bei uns anbieten. Er hat die richtige Textur, ist nicht ganz so süss und perfekt nach einem eher weniger genüsslichen Mittagessen.

Genau so einen Kuchen wollte ich auch mal machen. Und zwar eine gesünder Variante. Mit frischen Karotten, Vollkorn- statt Weissmehl, mit vielen Nüssen und sogar etwas Ingwer. Valerio mag es nicht so, wenn jedes Rezept “gesund” sein muss. Trotz seinen Einwänden wurde dieser Kuchen so gebacken, wie ich mir das vorgestellt habe. Als Kompromiss, gibts eine ordentliche Portion Mascarpone oben drauf.

Wer sich nun fragt, ob der Rüeblikuchen so gelungen ist, wie der in der Mensa, muss ich leider enttäuschen. Auch wenn mein Kochstolz dadurch etwas eingeknickt wird, muss ich gestehen, mein Kuchen ist sehr gut, der Mensakuchen doch aber noch etwas besser. 1 – 0 für die Mensa also?

Haselnuss-Karotten-Kuchen II

Rezept für 1 Kuchen

Styling inspiriert von Green Kitchen Stories

Zubereitung: 30 Minuten 
Ofen: 60 Minuten 
 
Kuchen
 
    • 300g Karotten
    • 2 EL frischer Ingwer
    • 55g Ricotta
    • 2 Eier
    • 65ml Karottensaft
    • 150ml Milch
    • 280 brauner Zucker
    • 1 Päcken Vanillezucker
    • 330g Vollkornmehl
    • 1 Löffelchen Backpulver
    • 1 Löffelchen Natron
    • 1 Löffelchen Salz
    • 1 Löffelchen Zimt
    • 120g Haselnüsse
Topping
 
    • 250g Mascarpone
    • 100g Frischkäse
    • 4 EL Ahornsirup
    • 1 Handvoll Haselnüsse

Den Backofen auf 150°C (Umluft) vorheizen. Eine Springform mit etwas Butter einstreichen und mit etwas Mehl bestreuen. Das Mehl gleichmässig verteilen. Die Karotten fein raspeln und den Ingwer fein reiben. Zusammen mit der Ricotta, den Eiern, dem Karottensaft, der Milch, dem Zucker und dem Vanillezucker mit einem Handrührgerät gut vermischen.

Das Mehl mit dem Backpulver, dem Natron, dem Salz und dem Zimt in die Karottenmischung geben. Gut vermischen. Zum Schluss 80g der Haselnüsse kurz in einer kleinen Bratpfanne anrösten und anschliessend möglichst fein hacken – ich habe dafür einen Blender verwendet – und unter den Teig heben.

Den Teig in die Springform füllen und gleichmässig verteilen. Im Ofen für ca. 60 Minuten backen oder bis er durch ist. Zur Garprobe mit einem Holzstäbchen in den Kuchen stechen. Wenn kein Teig mehr daran hängen bleibt ist der Kuchen fertig gebacken. Abkühlen lassen.

Für das Topping die Mascarpone mit dem Ahornsirup vermischen und auf dem abgekühlten Kuchen verteilen. Die Haselnüsse grob hacken und ebenfalls auf dem Kuchen anrichten.

Haselnuss-Karotten-Kuchen III

Tipp Laura: Um dem Kuchen noch das letzte bisschen “Gesundheit” zu geben, darf das Topping auch gerne mit einer gesünderen Variante ersetzt werden. Sei dies nun Frischkäse oder etwas Crème fraîche. Weglassen würde ich das Topping aber nicht. Es spendet nämlich zusätzliche Feuchtigkeit und ist ein netter Kontrast zur Textur des Kuchens.

Tipp Valerio: Um die Textur des Kuchens zu verändern, kann sehr gut mit der Feinheit der geraspelten Karotten gespielt werden. Unser Tipp ist es die Hälfte der Karotten nicht allzu fein zu raspeln, damit der Kuchen einen gewissen Biss bekommt.

- Laura -

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